Noch keine Spur ist im vom Flutlicht hell beleuchteten Hang am Hexen-Sechser-Sessellift in Hochsöll zu sehen. Was für ein Gefühl, nach einem intensiven Arbeitstag, diesen Hang als Erste hinunterzucruisen und bei jedem Schwung die Last des Alltags hinter sich zu lassen.
Nachtskifahren hat was, einen ganz besonderen Zauber, auch wenn es zugegeben im Hochwinter schon mal saukalt sein kann. Aber ein, zwei Stunden intensives Skifahren reichen ja auch oft, zumal die Pisten meist weit weniger frequentiert sind wie am Tag.
Im Nachtskigebiet Söll stehen von Mittwoch bis Samstag von 18.30 bis 21.30 Uhr rund zehn Kilometer beleuchtete Pisten auf fünf Abfahrten mit Flutlicht für alle Skienthusiasten zur Verfügung. Die Pisten werden davor noch einmal frisch präpariert, damit die Bedingungen auch nachts konstant gut bleiben.
Das Nachtskigebiet in Söll ist das größte Nachskigebiet in Österreich und eines der vielen Bausteine, die die imposante Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental auszeichnen.
Die SkiWelt im nahen Tirol ist eines der größten und modernsten Skigebiete weltweit: Mit acht direkten Einstiegsorten (Brixen im Thale, Ellmau, Going, Hopfgarten, Itter, Scheffau, Söll und Westendorf) und über 275 Pistenkilometer, die täglich präpariert werden. Mit 81 Bahnen, drei Funparks, Erlebnispisten, drei beleuchtete Rodelbahnen, dazu 80 Hütten zum Einkehren.
Jährliche Investitionen
in Komfort für Skifahrer
Ein Skigebiet, das jedes Jahr riesige Summen investiert, um den Skifahrerinnen und Skifahrern noch mehr Komfort und auch in schneearmen Zeiten perfekte Pisten zu garantieren. Mehr als 27 Millionen Euro waren es für diese Wintersaison. Der Neubau des Salvenmoos-Liftes Hochsöll war dabei die größte Einzelinvestition.
Die 1988 errichtete Zweier-Sesselbahn wurde durch eine Erlebnis-Zehner-Gondel ersetzt. Alle SkiWelt-Verbindungen wurden zudem durchgehend schneesicher gemacht. Nicht weniger als 229 von 284 Pistenkilometern sind so ab diesem Winter beschneibar und innerhalb von drei Tagen dank insgesamt 1.700 Schneekanonen in der gesamten SkiWelt winterfit. Bei allen Anlagen setze die SkiWelt zu 100 Prozent auf erneuerbare Energie aus Tiroler Wasserkraft, so die Verantwortlichen.
Neu sind zudem 140 Gratis-Parkplätze und ein Skidepot an der Talstation Scheffau.
Skifahren hat seinen Preis, den nach wie vor viele bereit sind, zu zahlen. 68,50 Euro kostet eine normale Tageskarte für die Skiwelt. Man kann aber auch billiger wegkommen, achtet man auf regelmäßig stattfindende Sonderaktionen oder Sondertarife. So fahren alle Männer beispielsweise seit dem 13. Januar 2026 dienstags mit Tages- oder Teiltageskarten zehn Prozent günstiger, alle Frauen beim Ladies Day am Mittwoch.
„Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden“, sagt Anita Baumgartner, bei der SkiWelt für das Marketing verantwortlich. „Wir konnten schon am 28. November in die Saison starten und haben vor der Saison ein starkes Interesse an der SkiWelt gespürt, beispielsweise an einer deutlichen Steigerung an Winterkartenbesitzer. Aus dem bayerischen Raum sind viele neue Gäste dabei.
Auch viele Familien nutzen unsere Familienwinterkarten, bei denen die Kinder frei dabei sind. Auch am ersten Wochenende haben wir kurzfristig eine Aktion gemacht, wo alle Kinder und Jugendlichen kostenlos fahren konnten. Über 2000 Kinder und Jugendliche haben das genutzt.“ Petra Rapp