Bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuzuverdienen: Das klingt attraktiv. Für Rentner ist das mit der Aktivrente ab Januar 2026 möglich. Doch was bedeutet das am Monatsende tatsächlich fürs Konto? Fest steht: Auch wenn bei der Aktivrente keine Einkommensteuer anfällt, bleiben andere Abzüge bestehen. Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) macht eine Beispielrechnung auf: Wer bis zu 2.000 Euro Aktivrente pro Monat verdient, muss auf diese Einkünfte keine Steuern bezahlen.
Anders sieht es mit den Sozialabgaben aus. Denn diese werden – wenn auch nur teilweise – fällig. Ruheständler müssen nämlich gewöhnliche Beiträge für die Krankenversicherung bezahlen, die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen. Auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent kommt der individuelle Zusatzbeitrag der Krankenkasse. 2026 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 2,9 Prozent – macht eine anteilige Belastung von 8,75 Prozent. Auch den Standard-Beitragssatz zur Pflegeversicherung von 3,6 Prozent teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Beiträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung fallen hingegen nicht für Aktivrentner an.
In Zahlen bedeutet das: Von den 2.000 Euro gehen für kinderlose Aktivrenter jeden Monat 175 Euro für die Krankenversicherung und weitere 48 Euro für die Pflegeversicherung ab. Bleibt dem Aktivrentner im Beispiel 1.777 Euro jeden Monat übrig. tmn