Von Glasfaser bis Fernwärme

von Redaktion

Der starke Zusammenhalt prägt Erharting seit Jahren und auch 2025 zeigte sich die Hilfsbereitschaft der Bürger beeindruckend: Über 400.000 Euro spendeten sie für die Behandlung eines krebskranken Mitbürgers in den USA. „Was zählt, ist das Wohl der Gemeinschaft“, betonte Bürgermeister Matthias Huber (UWG), der erneut kandidiert.

Die Gemeinde Erharting wuchs leicht auf 1.012 Einwohner. Der Gesamthaushalt 2025 umfasst 4,51 Millionen Euro, finanziert durch Steuern, staatliche Zuweisungen und Gebühren. Steigende Kosten durch Kreisumlage, Tarifsteigerungen und Betriebsausgaben belasten den Etat, doch durch eine Rücklagenentnahme, Zuführung von 359.450 Euro und Tilgung von 30.000 Euro bleibt die Pro-Kopf-Verschuldung niedrig bei 57,03 Euro.

Zum 1. Januar 2025 trat die neue Grundsteuer in Kraft. Der Hebesatz für Grundsteuer A (Land- und Forstbetriebe) bleibt bei 400 Prozent, jener für Grundsteuer B (Wohngebäude) stieg leicht auf 310 Prozent.

Kinderbetreuung
gut aufgestellt

Im Kindergarten lobte Huber den guten Personalschlüssel und die engagierte Arbeit des Teams. Er sprach sich langfristig für mehr Betreuungsplätze aus. Neu aufgestellte Spielgeräte und ein geplanter Parkplatz verbessern die Situation zusätzlich. Auch der gemeindliche Bauhof konnte seinen Neu- und Umbau abschließen. Das Team war 2025 vielseitig im Einsatz, so etwa bei Friedhofs- und Straßenpflege, der Erneuerung von Wasserschiebern, Pflasterarbeiten am alten Schulhaus und einem barrierefreien WC.

Lob sprach der Bürgermeister auch dem Reinigungspersonal für seine zuverlässige Arbeit aus sowie dem „Ritterboten“-Chefredakteur Karl Engelbrecht, den Austrägern, Vereinen und Autoren wie Leonhard Biermeier.

Ein besonderes Dankeschön galt der Feuerwehr, die ihren Umbau erfolgreich abschloss. Für den Versorgungs-Lkw und den Verkehrssicherungsanhänger ist nun ausreichend Platz. Dank regelmäßiger Übungen, Leistungsprüfungen und einer engagierten Jugendgruppe bescheinigte Huber den „Floriansjüngern“ einen hervorragenden Ausbildungsstand.

Seinen Dank richtete er an alle, die sich in Vereinen, Kirche oder bei Dorffesten ehrenamtlich engagieren. „Sie leisten unschätzbare Dienste für die Gemeinschaft“, so Huber.

Fortschritte bei
der Digitalisierung

Im Oktober 2025 unterzeichnete die Gemeinde einen Vertrag mit der Telekom für den Glasfaserausbau. 301 Adresspunkte werden in den kommenden drei Jahren angeschlossen. Abzüglich Fördermittel kostet das Projekt die Gemeinde rund 179.000 Euro. Damit sollen künftig stabile Gigabit-Geschwindigkeiten möglich sein.

Herausforderung
Fernwärme

Schwieriger gestaltet sich die geplante Fernwärme. Der Vorschlag, eine Bürgergenossenschaft zu gründen, scheiterte bisher an der nötigen Anschlussdichte. Huber hält dennoch an der Idee fest und will im persönlichen Gespräch weiter für das Projekt werben, gestützt auf eigene positive Erfahrungen.

Optimistisch blickt der Bürgermeister in die Zukunft. Er sieht Potenzial für neue Gewerbeansiedlungen in Frixing, besonders für kleine Handwerksbetriebe. Zudem hält er die Sanierung von Brunnendeckeln und Hochbehältern für dringend notwendig, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern. kch

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