Wer seinen Drahtesel selbst im Urlaub nicht in der Wandhalterung hängen lassen kann, sollte sich diese Reiseziele ansehen. Denn es muss ja nicht immer Mallorca sein, wenn es aufs Rennrad gehen soll.
Die Experten von www.holidayextras.de präsentieren drei Reiseziele, an denen traumhafte Rennrad-Ausfahrten möglich sind. Garantiert ohne ungewolltes Kolonnen-Fahren und mit erstklassigen Bedingungen auf Straße und bei der Infrastruktur.
Slowenien
Die slowenischen Berge schmiedeten bereits Weltklasse-Radsportler Tadej Pogacar und Primož Roglic. Hier kann man zwischen sanften Hügeln, Weinbergen und steilen Gebirgspässen wie die Profis trainieren.
Kurvige Straßen führen durch unberührte Natur – weitgehend ohne Verkehr. Denn viele Urlauber fahren direkt über die Autobahn nach Kroatien. Wer hier bleibt, wird mit traumhaften Strecken ganz ohne Trubel belohnt.
Ein echtes Highlight ist der Vršic-Pass mit 900 Höhenmetern auf 70 Kilometern und einem Panorama, das fast den Atem raubt. Ebenfalls beliebt ist die höchste Alpenstraße Sloweniens zum Mangart Sattel. Auf nur 20 Kilometern sind rund 950 Höhenmeter zu überwinden – eine Herausforderung, die wohl jede Wade zum Brennen bringt.
Als Ausgangspunkt für sportliche Touren eignet sich besonders Kobarid. Der Ort liegt im grünen Soca-Tal und bietet mit Rennradverleih, Sporthotels und geführten Touren beste Bedingungen für alle, die auf zwei Rädern unterwegs sind.
Cevennen
in Frankreich
Durch die Tour de France sind vor allem die Pyrenäen in der Radsportszene bekannt. Doch Etappen führen auch durch die Cevennen.
Wie in den Pyrenäen schlängeln sich auch hier verwinkelte Bergstraßen durch kleine Dörfer und vorbei an tiefen Schluchten mit spektakulären Ausblicken. All das bei angenehm mediterranem Klima. Wer der Sommerhitze entkommen möchte, kann schattige Strecken durch Laub- und Kiefernwälder in den Flusstälern der Region erkunden.
Ein echtes Highlight ist der 1576 Meter hohe Mont Aigoual – der höchste Punkt der Cevennen und 2020 Teil einer Tour-de-France-Etappe. Wem dieser Anstieg zu steil ist, der kann alternativ das sanfte Auf und Ab entlang der beeindruckenden Tarn-Schlucht genießen.
Ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren ist das charmante Städtchen Le Vigan, nur eine Stunde von Montpellier entfernt. Hier finden sportliche Reisende charmante und radlerfreundliche Gasthäuser – und gleich zwei Fahrradverleihe mit unterschiedlichen Bikes namhafter Marken.
Lieber unterwegs auf zwei vertrauten Rädern?
Wer sein Rad mit in den Urlaub nehmen möchte, greift am besten zu einem speziellen Fahrradkarton, den man in Fachgeschäften oder online bekommt. Am Reiseziel angekommen, empfiehlt sich für den Weitertransport ein privater Shuttle – die komfortabelste Lösung, insbesondere bei sperrigem Gepäck. Anders als beim Taxi ist hier auf Wunsch ausreichend Platz für Fahrrad & Co. Wichtig ist nur, dass man dem Anbieter vorab mitteilt, dass man mit Rad anreist.
Serra da Estrela
in Portugal
Ein echter Geheimtipp – noch! Denn Portugals einziges Hochgebirge erfreut sich in der Radsportszene wachsender Beliebtheit. Und das völlig zu Recht: Im Nationalpark zwischen Coimbra und Guarda trifft alpines Bergpanorama auf mildes, portugiesisches Klima.
Kurvige Straßen führen durch zerklüftete Felslandschaften und bieten ambitionierten Fahrern echte Herausforderungen. Wer es entspannter mag, findet auch Touren durch sanftes Hügelland und weite Ebenen. Was alle Routen gemeinsam haben: Sie sind ein Abenteuer. Denn die Serra da Estrela ist ein noch junges Rennradrevier – es gibt kaum „ausgefahrene“ Straßen.
Erste Radreisende schwärmen besonders von der Auffahrt von Covilhã auf den Torre, den höchsten Punkt Portugals – 27 Kilometer und rund 1.500 Höhenmeter. Auch die Strecke von Seia auf den Torre gilt als landschaftlich wie sportlich eindrucksvoll.
Seia entwickelt sich derzeit zum Rennrad-Hotspot der Region. Hier finden Radfahrer alles, was sie brauchen: Hotels, Radverleih, Werkstätten und organisierte Touren durch die Serra da Estrela.