Die Heizkosten in Deutschland steigen. Neben höheren Energiepreisen verteuern staatliche Auflagen und CO2-Abgaben das Heizen mit Öl und Gas. Die Bundesregierung hat den CO2-Preis für eine Tonne Emissionen angehoben: von 25 Euro im Jahr 2021 über 55 Euro im Jahr 2025 bis zu 65 Euro im kommenden Jahr. Für Haushalte mit Öl- oder Gasheizung bedeutet das Mehrkosten – abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes und vom Heizverhalten.
Viele Eigentümer unterschätzen den tatsächlichen Energieverbrauch ihres Hauses. Studien der LBS zeigen, dass rund ein Drittel der Befragten ihre Gebäudeeffizienz als „gut“ einschätzen – die Realität sieht jedoch anders aus. In vielen Bestandsimmobilien besteht erheblicher Sanierungsbedarf, insbesondere bei Dämmung und Heizungstechnik: Fast 72 Prozent der rund 42 Millionen Haushalte in Deutschland werden noch immer mit fossilen Energieträgern beheizt. Eine moderne Heizungsanlage spart bis zu 25 Prozent Energie, und eine gute Dämmung kann den Wärmebedarf um bis zu 35 Prozent senken.
Neue gesetzliche
Vorgaben ab 2026
Wer rechtzeitig plant, kann Investitionen gezielt vorbereiten. Ab Mitte 2026 dürfen Heizungen, die ausschließlich mit Öl oder Gas betrieben werden, in Bestandsgebäuden nicht mehr neu eingebaut werden. Wird die komplette Dachhaut erneuert, muss künftig zusätzlich eine Solaranlage installiert werden. Mindestens 30 Prozent der Dachfläche müssen genutzt werden. Parallel will der Staat Förderprogramme ausweiten und den Zugang über ein zentrales Online-Portal erleichtern. Fördermittel von BAFA und KfW können je nach Vorhaben 20 bis 40 Prozent der Kosten abdecken. Mtm