Blick nach vorne

von Redaktion

Rattenkirchen blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Zahlreiche Projekte wurden auf den Weg gebracht oder umgesetzt – von der Digitalisierung über die Baulandentwicklung bis hin zu Fragen der Energiezukunft. Dabei stand stets im Mittelpunkt, die Gemeinde lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten.

Digitalisierung und
Transparenz

Ein großer Schritt gelang im Bereich der Digitalisierung: Mit dem Förderprogramm „Gigabitausbau 2.0“ sicherte sich Rattenkirchen eine 50-prozentige Förderzusage für den Ausbau des schnellen Internets. Dank der Kofinanzierung durch den Freistaat Bayern liegt die Gesamtförderquote bei rund 90 Prozent. Davon profitieren künftig nicht nur Unternehmen, sondern auch Familien und Privatnutzer.

Auch der digitale Auftritt der Gemeinde erhielt ein modernes Gesicht: Seit dem Sommer ist die neue, barrierefreie Internetseite online und ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern den schnellen Zugriff auf aktuelle Informationen und Beschlüsse.

Perspektiven für
Gewerbe und Wohnen

Ein weiterer Meilenstein war der rechtskräftige Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Haun West. Auf der drei Hektar großen Fläche nahe der B12 und unweit der A94 entstehen künftig neue Betriebsstandorte. Die Erschließung soll im Frühjahr beginnen – ein klares Signal für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Doch auch beim Thema Wohnen bewegt sich etwas: Steigende Grundstückspreise – aktuell zwischen 346 und 518 Euro pro Quadratmeter – und hohe Baukosten stellen viele Familien vor Herausforderungen. Um bezahlbares Wohnen zu fördern, hat der Gemeinderat im Juli Richtlinien für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken verabschiedet. Nach dem Einheimischenmodell werden Bewerber mit ehrenamtlichem Engagement, Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen künftig bevorzugt berücksichtigt.

Auf einer Gemeinderatsklausur wurde zudem deutlich, dass die Zukunft nicht allein im klassischen Einfamilienhaus liegt. Stattdessen sollen Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser und moderne Wohnhöfe stärker in den Fokus rücken. Beispiele aus anderen Gemeinden wurden im Rahmen einer Exkursion besichtigt.

Investitionen in Infra-
struktur und Energie

Mit neuen Projekten will die Gemeinde auch in den kommenden Jahren ihre „Lebensadern“ stärken – dazu zählen Straßen, Wasser- und Abwasserversorgung. Besonders im Fokus steht zudem die Energiewende: Auf kommunalen Liegenschaften sollen Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch installiert werden. Große Aufmerksamkeit gilt den Windkraftplänen im Gemeindegebiet. Vier Vorranggebiete mit insgesamt 148 Hektar – das sind rund 7,5 Prozent der Gemeindefläche – machen Rattenkirchen zum Landkreis-Schwerpunkt bei diesem Thema. Obwohl die Flächenzuweisungen nicht auf Initiative der Gemeinde erfolgten, will Rattenkirchen die Entwicklungen aktiv mitgestalten. Ziel ist, dass die Wertschöpfung vor Ort bleibt und Bürgerinnen, Bürger sowie örtliche Betriebe sich beteiligen können.

Bereits rund 50 Grundstückseigentümer haben Gestattungsverträge unterzeichnet – genug, um Flächen für drei Windkraftanlagen im Süden der Gemeinde zu sichern.

Ob das Landkreiswerk gemeinsam mit der Gemeinde die Projektierung übernimmt, wird dann später der Gemeinderat entscheiden, sobald alle Gutachten und Finanzierungsfragen vorliegen.

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