Der riesige Erdgasspeicher in Breitbrunn, der größte Bayerns und der drittgrößte Deutschlands, steht möglicherweise vor dem Aus. Betreiber Uniper hat die Stilllegung für 2027 beantragt, da sich der Betrieb wirtschaftlich nicht mehr lohne.
Nachricht schlägt
hohe Wellen
Diese Pressemeldung im Oktober vergangenen Jahres schlug hohe Wellen. Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger forderte damals von der Bundesnetzagentur, die Schließung im Sinne der Versorgungssicherheit zu verbieten. Der Erdgasspeicher Breitbrunn hat eine Kapazität von rund einer Milliarde Kubikmetern. Zum Vergleich: Der Starnberger See fasst drei Milliarden Kubikmeter Rauminhalt.
Die Tochtergesellschaft Uniper Energy Storage vermarktet die Kapazitat des unterirdischen Speichers und ist damit Betreiber, die Nafta Speicher GmbH und Co. KG wiederum hält die bergrechtlichen Nutzungsrechte in der ehemaligen Lagerstätte und verwaltet die Speicherstätte. Aber: Ganz so einfach ist eine Schließung nicht. Die Bundesnetzagentur prüft nun, ob eine Stilllegung möglich ist im Hinblick auf die Versorgungssicherheit. Eine Schließung kann durchaus untersagt werden. Für Gstadt, dorthin strömt die Gewerbesteuer, wäre eine Schließung ein harter Brocken. „Wir sind von der Bundesnetzagentur abhängig“, sagt Bürgermeister Hainz.elk