Nadelöhr wird entschärft

von Redaktion

Der Wunsch, dass das Unterführungsnadelöhr unter der A8 entschärft werden solle, ist fast so alt wie Rohrdorf selber. Seit über vierzig Jahren bettelt die Gemeinde darum, dass die Verbindung zwischen Rohrdorf und Thansau auch für Fußgänger und Radfahrer gefahrlos benutzbar sein sollte.

Der Hinweis von höherer staatlicher Seite war immer der gleiche: der dreistreifige Ausbau der A8 stünde unmittelbar bevor und in diesem Zug gäbe es sowieso ein neues Brückenbauwerk.

Da war es schon ein kleines Wunder, als im Sommer 2024 staatliche Stellen und auch die Autobahn GmbH einräumten, dass der tatsächliche A8-Ausbau ganz so schnell wohl nicht kommen werde, aber hinsichtlich der Entschärfung der Autobahnunterführung wegen des großen Gefährdungspotenzials tatsächlich etwas unternommen werden müsste. Und sogar Auswege aufzeigten, wie man der Tatsache entkommen könnte, dass der Staat hier keine Zwischenmaßnahme anbieten kann, wenn die endgültige Lösung – der Autobahn-Ausbau – schon in Planung begriffen ist: Der Bau einer Fahrradfahrer-Unterführung müsste von der Gemeinde selbst in Angriff genommen werden, wenn auch mit hoher staatlicher Förderung.

Die bürokratischen Hürden, die dann folgten, waren allerdings nicht unerheblich.

Die „Aufhebung der Veränderungssperre“ – also die staatliche Erlaubnis, einen Durchstich in Angriff zu nehmen, obwohl ein Ausbau der A8 für die Zukunft schon beschlossen war – war nicht einfach zu erhalten.

Auch musste die Gemeinde bei jedem einzelnen Träger öffentlicher Belange eine sogenannte Unbedenklichkeitserklärung erlangen. Bei „normalen“ Bauverfahren läuft es genau anders herum: Die Träger öffentlicher Belange nehmen von sich aus Stellung zu einem geplanten Bauprojekt.

Doch der lange Atem der Gemeinde zahlte sich aus: In Rohrdorf werden demnächst Bautafeln stehen, die davon künden, dass noch in diesem Jahr der Durchstich realisiert wird.

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