Wer ein Haustier hat, packt dieses im Urlaub immer öfter auch mit ein: Die Sehnsucht nach Schnuffi ist sonst viel zu groß.
Das neue Reisejahr steht in den Startlöchern. Und es wird schon fleißig gebucht. Wer mit wem reist, welche Ziele besonders heiß begehrt sind und was man dort erleben will: Wir haben die Reisetrends 2026 für Sie zusammengetragen.
Schön sein
& genießen
Schöner zurückkommen als man losgereist ist, das wünschen sich 2026 viele, wenn sie in den Urlaub starten. Dafür werden nicht nur Spa-Termine gebucht. Laut einer Umfrage des Portals Skyscanner kaufen 26 % der Befragten im Urlaub auch lokale Schönheitsprodukte, die es zu Hause nicht gibt. Der Wunsch nach Entspannung und Selbstfürsorge steht hier ganz vorne. Doch auch Kulinarikreisen sind beliebter als je zuvor. Ob am Ramen-Automaten in Tokio oder beim geothermischen Brotbacken in Island – immer mehr Reisende wollen in die lokale Essenskultur eintauchen. Zwei Drittel der Deutschen besuchen laut Skyscanner dafür lokale Supermärkte. Und dort packen sie gerne kulinarische Mitbringsel ein. Laut des Reiseportals Urlaubsguru rangieren in Sachen Souvenirs in diesem Jahr Matcha aus Japan und Datteln aus den arabischen Ländern ganz weit vorne.
Singles in
Flirtlaune
Immer mehr Menschen setzen beim Dating endlich wieder auf echte Begegnungen statt Swipes. Und das gehe im Urlaub oft viel lockerer und unverkrampfter, hat Skyscanner herausgefunden. Laut deren Umfrage sind 56 % bereits ins Ausland gereist, um neue Leute kennenzulernen. Die Befragten begründeten das damit, dass sie auf Reisen offener für neue Bekanntschaften seien und sich freier fühlten, sie selbst zu sein.
Oma & Opa
mit dabei
Doch auch Familienurlaube sind 2026 superwichtig – am liebsten zusammen mit Oma und Opa. Laut des Hilton-Trendreports entwickelt sich die traditionelle Familienreise zu einem Erlebnis, das mehrere Generationen umfasst. Der Wunsch nach gemeinsamen Momenten, unvergesslichen Erinnerungen und Stärkung der Familienbande stehe dabei im Vordergrund. Skyscanner sieht hier aber noch einen ganz praktischen Grund: Mehrgenerationenurlaub bringe auch eine finanzielle Ersparnis dank geteilter Reisekosten. Außerdem kommen Mama und Papa so endlich mal in den Genuss einer kleinen Auszeit. Was sie dringend nötig haben: Urlaubsguru hat bei einer Befragung herausgefunden, dass sich 56,9 % der Eltern nach einem Urlaub nur „mäßig erholt“ fühlen.
Nicht ohne
Schnuffi
Übrigens wird auf Reisen auch immer öfter der Hund eingepackt. Die Suche nach haustierfreundlichen Unterkünften rangiere laut Booking.com mit weltweit 7,74 Millionen Klicks ganz weit vorne. 43 % der Befragten geben an, gezielt Destinationen auszuwählen, die hundefreundlich seien, 61 % würden ein vollständiges Flugticket zahlen, wenn Wauwi dann mit an Bord dürfe, und 49 % erklärten, nervös zu werden, wenn sie ihren Hund zurücklassen müssen. Sie haben Sorge, das Tier fühle sich im Stich gelassen (50 %). Die Sehnsucht bekämpfe man mit Videoanrufen für ein kurzes „Hallo“ (10 %), Scrollen von Tierfotos auf dem Handy (36 %) und dem Kauf eines Souvenirs (39 %) für Schnuffi.
Berge oder
Baumhaus?
2026 sind Hotels nicht mehr nur ein Ort zum Übernachten, sie werden selbst zum Ziel. Ob Unterkünfte mit atemberaubender Architektur oder Ungewöhnliches wie Baumhäuser oder Iglus – die Suche mit dem Filter „Einzigartige Unterkünfte“ stieg laut Skyscanner weltweit um 60 %. 103 % mal mehr wurde das Kriterium „Zimmer mit Bergblick“ angeklickt. Von den Dolomiten über den Annapurna bis hin zu den kanadischen Rocky Mountains: 62 % planen 2026 einen Bergurlaub. Und für überraschend viele geht es auf Literaturreise. Ob auf den Spuren der Romanhelden, zur Teilnahme an einem Schreibkurs oder zur Entdeckung schöner Buchhandlungen – Leseratten machen sich auf in alle Welt.
Trend-Reiseziele
Und wo geht es 2026 hin? Da sucht man vergebens nach Mallorca & Co. Das Skyscanner-Ranking zeigt, dass die Deutschen 2026 mal ganz neue Orte bereisen wollen: Auf Platz 1 rangiert San José del Cabo in Mexiko mit 275 % mehr Suchanfragen im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von Oradea in Rumänien (+156 %), Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (+101 %) sowie Sanya in China (+92 %) oder Foggia Gino Lisa in Italien (+91 %). J. Ammerschläger