Immobilien ABC: CM Methode

von Redaktion

Beim Bau muss es trocken zugehen. Feuchte Baustoffe wie etwa Estrich müssen einen bestimmten Trockenheitsgrad erreichen, bevor Bodenbeläge wie Parkett, Fliesen oder Teppich aufgetragen werden dürfen. Sonst drohen Schäden wie Schimmel, Ablösung oder Verformung. Um diesen zulässigen Restfeuchtegehalt zu prüfen, gibt es die CM-Methode, oder, in der Langfassung, die Calciumcarbid-Methode.

Dabei wird eine Materialprobe mit Calciumcarbid in eine Druckflasche gegeben. Die Re-aktion des Carbids mit dem Wasser setzt Acetylengas frei, dessen Druckanstieg am Ma-nometer abgelesen wird, was Rückschlüsse auf den Wassergehalt erlaubt. Die Ergeb-nisse sind gerichtsverwertbar und entscheidend für die Zulässigkeit von Bodenbelägen.

Wichtig ist dies vor allem für spätere Regressansprüche. Werden etwa weit nach Bauab-nahme unter dem Fußboden Feuchteschäden entdeckt – und das ohne Hochwasservor-fälle und mit intakten Leitungen –, können dokumentierte Ergebnisse aus der Calci-umcarbid-Methode Klarheit schaffen. Ck

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