Beste Aussichten

von Redaktion

Im sozialen Bereich gibt es eine Vielzahl an Berufen mit sehr guten Zukunftsperspektiven

Wer heute eine Ausbildung im sozialen Bereich beginnt, startet in einen Arbeitsmarkt mit besten Chancen – und mit vielfältigen Wegen in Kitas, Pflege, Behindertenhilfe oder Sozialberatung.

Viele Wege
in den Beruf

Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt die Bereiche Soziale Arbeit, Gesundheit, Pflege, Erziehung und Bildung als Wachstumsfelder, in denen der Bedarf an Fachkräften langfristig hoch bleibt. In ihrem Nachschlagewerk „BERUF AKTUELL 2024/2025“ zeigt sie, welche Ausbildungen es gibt – von Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in und Sozialassistent/in bis hin zu dualen Pflegeausbildungen und Studiengängen der Sozialen Arbeit.

Auf dem Infoportal „BERUFENET“ erklärt die Bundesagentur, wie du mit mittlerem Schulabschluss oder (Fach-)Abitur in soziale Berufe einsteigen kannst, wie viel Praxis im jeweiligen Beruf vorgesehen ist und wie du dich später weiterqualifizieren kannst – zum Beispiel vom Assistenzberuf zur Fachkraft oder vom Bachelor zum Master. Das macht deutlich: Der soziale Bereich ist nicht nur ein Job für den Einstieg, sondern bietet langfristig Entwicklungsmöglichkeiten.

Laut Analysen von Verbänden und der Bundesagentur braucht Deutschland dringend mehr Fachkräfte, besonders in Gesundheits- und Sozialberufen.

Warum der
Arbeitsmarkt so gut ist

In den Übersichten der BA zu Sozialarbeit, Sozialpflege und Erziehung wird für viele Berufe eine gute bis sehr gute Beschäftigungsperspektive genannt, weil viele Stellen gar nicht oder nur schwer besetzt werden können. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe bestätigt das: Sie spricht von einem zum Teil dramatischen Fachkräftemangel in der Behindertenhilfe, der schon dazu führt, dass Angebote für Menschen mit Behinderung eingeschränkt oder gestrichen werden müssen. Deshalb fordert die Lebenshilfe bessere Arbeitsbedingungen und eine schulgeldfreie, staatlich geförderte Ausbildung, damit mehr Menschen in diesen Bereich gehen.

Was Berufsverbände
fordern

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) warnt in einer Stellungnahme davor, wegen des Mangels an Fachkräften die Qualitätsstandards in der Sozialen Arbeit zu senken. Zusammen mit Hochschulen betont der Verband, wie wichtig eine solide, staatlich anerkannte Ausbildung für Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagog/innen ist – auch wenn der Druck groß ist, offene Stellen schnell zu besetzen.

In Fachrunden, zum Beispiel auf dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag, macht der DBSH außerdem darauf aufmerksam, dass der Personalmangel besonders in der Kinder- und Jugendhilfe auf dem Land deutlich spürbar ist. Dort bestehe die Gefahr, dass immer mehr fachfremde Quereinsteigende Aufgaben übernehmen und Sozialarbeiter/innen ihre Fälle nicht mehr so intensiv begleiten können, wie nötig.

Chancen für
Nachwuchskräfte

Für junge Leute heißt das: Wenn du dich heute für eine Ausbildung im sozialen Bereich entscheidest, findest du in der Regel schnell einen Job und hast gute Chancen aufzusteigen. Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt soziale Berufe als relativ krisensicher, mit vielen Möglichkeiten zur Spezialisierung und Weiterentwicklung – etwa über Fort- und Weiterbildungen oder zusätzliche Abschlüsse. Gleichzeitig machen Verbände klar, dass hinter den vielen freien Stellen anspruchsvolle Berufe stehen, in denen Qualität, Zeit und verlässliche Strukturen wichtig sind.

Wer in die soziale Arbeit einsteigt, trifft also nicht nur eine sichere Jobwahl – sondern entscheidet sich auch dafür, aktiv an der Zukunft unseres Sozialstaats mitzubauen.

Was verdienen Mitarbeiter in sozialen Berufen?

Laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegen die Durchschnittsgehälter von Sozialarbeiter/innen beziehungsweise Sozialpädagogen/innen etwa bei 4.000 bis 4.400 Euro brutto im Monat, Einstiege eher bei 3.000 bis 3.500 Euro.

Laut dem Portal erzieher.de Erzieher/innen (TVöD SuE, kommunale Kitas) liegen die Einstiegsgehälter bei rund 2.600 bis 3.000 Euro brutto, mit Berufserfahrung und höheren Stufen aber deutlich darüber.

Das Portal sozial-karriere.de gibt für Heilerziehungspfleger/innen im öffentlichen Dienst (Entgeltgruppe S8a) an, dass sie ab etwa 3.300 Euro starten und mit Erfahrung das Gehalt auf über 4.400 Euro brutto monatlich steigt.

Beeinflusst werden die Gehälter je nach Träger, Region und Verantwortung.

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