Nach starkem Auftakt folgt die Fortsetzung

von Redaktion

OVB Azubimesse kehrt ins Kinopolis Rosenheim zurück

Leinwände, Popcornautomaten und Gespräche über Zukunftspläne: Was bei der ersten OVB Azubimesse 2025 wie eine ungewöhnliche Kombination wirkte, hat sich als funktionierendes Format erwiesen. Der Andrang im Kinopolis Rosenheim damals war groß – weit über 400 Schülerinnen und Schüler aus 18 Klassen und sechs Schulen informierten sich an den Ständen von 24 Firmen über Ausbildungswege und Berufsbilder.

Dass die Messe nun am 13. März in die zweite Runde geht, ist deshalb kein Neustart, sondern eine konsequente Fortsetzung nach einem Auftakt, der bei Jugendlichen, Lehrkräften und Ausstellern deutlich positive Rückmeldungen ausgelöst hat – so positiv, dass manche Lehrkäfte und ihre Klassen schon zum zweiten Mal mit dabei sind.

Ins Gespräch kommen und
im Gespräch bleiben

Der Hintergrund ist dabei ernster, als es die lockere Kinoatmosphäre auf den ersten Blick vermuten lässt: In Zeiten von Fachkräftemangel und vielerorts unbesetzten Lehrstellen wird es für Betriebe immer wichtiger, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch zu kommen – und zwar so, dass Berufsbilder nicht abstrakt bleiben. Genau hier setzt die OVB Azubimesse an: Sie schafft einen Rahmen, in dem Jugendliche Orientierung bekommen können, ohne sich sofort festlegen zu müssen. Denn die Berufswahl ist für viele eine echte Herausforderung: Die Möglichkeiten sind groß, gleichzeitig fehlt oft die Klarheit, was zu den eigenen Stärken und Interessen passt.

Für Rosenheim als Standort ist eine solche Messe mehr als ein einzelner Vormittag im Veranstaltungskalender. Sie bringt Schulen, junge Menschen und regionale Arbeitgeber in direkten Kontakt – und stärkt damit langfristig die Basis, auf die eine wirtschaftsstarke Stadt angewiesen ist: Menschen, die hier bleiben, sich entwickeln und Perspektiven vor Ort sehen. Die Messe wirkt damit auch als Brücke zwischen dem, was Jugendliche über Berufe zu wissen glauben, und dem, wie Ausbildung in der Praxis tatsächlich aussieht.

Für die Schülerinnen und Schüler liegt der Nutzen vor allem im Konkreten: Gespräche ersetzen an diesem Vormittag das reine Durchklicken von Berufsbildern. Viele Jugendliche erleben, dass sich Anforderungen, Arbeitsalltag und Entwicklungsmöglichkeiten am besten im direkten Austausch erklären lassen – und dass sie dabei nicht „perfekt“ auftreten müssen, sondern vor allem Fragen stellen dürfen. Das Programm ist deshalb bewusst praxisnah angelegt. Wie schon bei der ersten Ausgabe gibt es Vorträge im Kinosaal – auf der großen Leinwand und in einer Umgebung, die sich von sterilen Infoveranstaltungen unterscheidet.

Einblicke in unter-
schiedliche Berufszweige

So erhalten Jugendliche kompakte Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder und Einstiegsmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch Bausteine, die den nächsten Schritt erleichtern: Wer möchte, kann sich professionelle Bewerbungsfotos erstellen lassen. Dieses Angebot war bereits bei der Premiere stark nachgefragt und wird erneut als unkomplizierte Unterstützung für den Bewerbungsprozess verstanden.

Dass die OVB Azubimesse nach dem erfolgreichen Auftakt wieder stattfindet, ist ein Signal in zwei Richtungen: An die Unternehmen, dass Nachwuchsgewinnung früh beginnt – und an die Jugendlichen, dass Berufsorientierung nicht trocken sein muss, sondern in einem passenden Rahmen oft einfacher gelingt.

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