Große Projekte stehen ins Haus

von Redaktion

Die Gemeinde möchte Obertaufkirchen vorausschauend weiterentwickeln. Da derzeit keine Baugrundstücke zur Verfügung stehen, hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für die „Hohenthanner Straße“ auf den Weg gebracht. Damit wird die Hohenthanner Straße fortgeführt. Der Kanal ist bereits vorhanden. Nördlich der Straße soll gebaut werden. Die Erschließung der Baugrundstücke ist für dieses Jahr geplant.

Ebenfalls auf den Weg gebracht hat der Gemeinderat die Sanierung des Gehwegs, der den Kirchplatz mit dem Pfarrheim und der Schule verbindet. Die Kleinpflasterflächen weisen vor allem im Bereich des Pfarrhofs und der Schule größere Schäden auf. Die Sanierungsarbeiten sollen bis Mitte 2026 umgesetzt werden. Vorgesehen ist der stellenweise Ausbau und Neuverlegung des Pflasters und die Sanierung der Rinnen.

Zu den größeren Projekten, die ins Haus stehen, gehören der Neubau des Feuerwehrhauses, die Sanierung der Kläranlage und der Hochwasserschutz in Oberornau.

Neubau des
Feuerwehrhauses

Der jetzige Standort der freiwilligen Feuerwehr an der Kirchstraße mitten im Ort ist zu klein und kann nicht sinnvoll erweitert werden. Bereits 2018 wurde die Bauleitplanung für einen Neubau, auch für den Bauhof, an der Auffahrt der Autobahn A94 angeschoben. Ohnehin hat sich mit der Autobahn der Aufgabenschwerpunkt der freiwilligen Feuerwehr auf technische Hilfeleistung verlagert.

Da die Baukosten im Laufe der Jahre in die Höhe geschossen sind, beschloss der Gemeinderat, das Projekt in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Der Bau des Bauhofs wurde nachgelagert.

Im Frühjahr 2025 konnten die Bauarbeiten ausgeschrieben werden, im Oktober folgte der erste Spatenstich. Bis August 2027 soll das Feuerwehrhaus fertig sein. Die geschätzten Baukosten liegen bei 7,2 Millionen Euro, die Regierung von Oberbayern hat einen Zuschuss in Höhe von 680.000 Euro in Aussicht gestellt. Hinzu kommt eine Förderung der EU für die Gemeinschaftsräume in Höhe von 160.000 Euro. Bei der Gemeinde verbleibt ein Anteil von knapp 6,4 Millionen Euro.

Besser sieht es mit der Förderung für den Glasfaserausbau aus. Im Oktober 2025 beauftragte der Gemeinderat die Telekom mit dem Ausbau des Glasfasernetzes. Das Angebot für knapp 4,31 Millionen Euro wird vom Bund mit 2,15 Millionen Euro bezuschusst, vom Freistaat Bayern kommen ebenfalls 1,72 Millionen Euro. Somit verbleibt für die Gemeinde ein Anteil von 430.000 Euro. Die Telekom geht davon aus, dass die Arbeiten ab Mitte 2027 anlaufen können und Ende 2029 abgeschlossen sind. Bürgermeister Franz Ehgartner sieht einen leistungsstarken Glasfaseranschluss heute als unverzichtbar an: „Mit der Aufnahme in die Gigabit-Förderung 2.0 sind wir diesem Ziel jetzt sehr nahe“, so der Bürgermeister.

Gemeinsam mit Schwindegg wird die Kläranlage genutzt. Aufgrund des Alters und der gestiegenen Belastung der Anlage, muss sie nun ertüchtigt und erweitert werden. Im Oktober 2025 wurde der erste Spatenstich gesetzt. Knapp zwei Jahre werden für die Bauzeit veranschlagt. Die Kostenschätzung liegt bei 6,5 Millionen Euro, die zwischen Schwindegg und Obertaufkirchen anteilig aufgeteilt werden.

Hochwasserschutz in
Oberornau

Ein weiteres Großprojekt, dass so schnell wie möglich angegangen werden soll, ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Oberornau. Vermehrt auftretende Starkregenereignisse vergrößern die Gefahr, dass der Ornaubach den Ort überschwemmt. Bereits seit den 60er-Jahren, besonders aber seit dem Hochwasser 1995 laufen die intensiven Bemühungen um den Hochwasserschutz. Das Konzept dafür wurde im Grundsatz vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim anerkannt. Aber es gab Unstimmigkeiten bei der Zahl der betroffenen Anwesen, die angepasst werden musste. Der Freistaat Bayern fordert hier einen Nachweis, dass der Hochwasserschutz auch notwendig ist. Das überarbeitete Konzept wurde im November 2025 von Bürgermeister Franz Ehgartner vorgestellt. Er will möglichst schnell den Hochwasserschutz umsetzen und wünscht sich dazu mehr Rückhalt vom Freistaat. sn

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