Neuer Fußballplatz und tolle Musik

von Redaktion

Ein Kunstrasenplatz mit Korkbelag und Panoramablick als neuer Treffpunkt für Jung und Alt: Mit der feierlichen Einweihung ihres Multifunktionsallwetterplatzes hat sich die Fußballhochburg Buchbach einen lange gehegten Wunsch erfüllt.

Zu Beginn versammelten sich die geladenen Gäste aus Politik, Sport und Sponsoring im Sportheim des TSV Buchbach. Dort erinnerte Vorstandssprecher Florian Tremmel an die Entstehungsgeschichte des 1,7 Millionen Euro teuren Projekts. Wie Tremmel ausführte, musste zunächst ein geeignetes Grundstück gefunden und ein Hang abgetragen werden, bevor auf der neu geschaffenen Ebene der Kunstrasen verlegt werden konnte. Der Belag basiert auf Kork, und beim Bau sei großen Wert auf eine energetisch und klimaverträgliche Ausführung gelegt worden.

Möglich nur durch die
vielen Helfer

Mit Blick auf die vielen freiwilligen Helfer sprach Tremmel von einem „besten Geschenk“, wenn der Platz „hergricht ist“, und betonte den enormen ehrenamtlichen Einsatz. Der neue Sportbereich sei mehr als nur Trainingsfläche: Er entwickle sich zu einem Treffpunkt für alle Generationen im Ort.

Im Anschluss zog die Festgesellschaft in einem langen Zug hinauf zum Allwetterplatz. Dort zeigte sich Pfarrer Thomas Barenth von der Größe der Anlage und der Aussicht beeindruckt. Unter dem Applaus der Besucher segnete er den neuen Platz und bezeichnete die Segnung als eine „runde Sache“, bei der der Ball naturgemäß eine große Rolle spiele. Tremmel verband den Moment mit dem Wunsch nach „nur guten Stunden, vielen Siegen und weiteren Erfolgen“.

Schlüssel freudig
übergeben

Symbolisch überreicht wurde anschließend der Schlüssel an Vertreter der Lebensgemeinschaft Höhenberg sowie der Grund- und Mittelschule Buchbach. Damit wurde deutlich gemacht, dass die Anlage nicht nur dem Vereinssport dient, sondern auch von Schule und sozialer Einrichtung intensiv genutzt werden soll.

Bürgermeister Thomas Einwang erinnerte daran, dass mit dieser Einweihung ein Projekt zum Abschluss komme, das seine Wurzeln im Jahr 2007 hat. Bereits damals sei laut Einwang an einem Donnerstag erstmals festgehalten worden, dass der TSV eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit brauche. „Gut Ding braucht Weile“, sagte der Rathauschef und beschrieb die Verwirklichung des Projekts als Bauwerk auf vier Säulen: Zunächst seien Genehmigungen und das Baurecht erforderlich gewesen, dann der Zugang zum passenden Grundstück. Es folgte die Finanzierung – „1,7 Millionen bekommt man nicht nebenbei“, so Einwang. Schließlich habe es eine hartnäckige Zielverfolgung „über zwei Vorstände hinweg“ gebraucht. Sowohl der frühere Vorsitzende Anton Maier als auch sein Nachfolger Florian Tremmel hätten Idee, Planung und Bau konsequent vorangetrieben. Das Ergebnis, so der Bürgermeister, sei ein multifunktionaler Platz, der als Stätte der Begegnung bereits intensiv genutzt werde.

Schnürer lobt
Buchbachs Flair

Der CSU-Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer hob in seinem Grußwort das besondere Flair Buchbachs hervor. Der Verein spiele „einen Zauberfußball“, zitierte Schnürer, und dafür brauche es einen Platz, auf dem man unter professionellen Bedingungen trainieren könne.

Landrat Max Heimerl nutzte den Festakt, um Bürgermeister Einwang ausdrücklich für dessen Einsatz bei der Leaderplus-Förderung zu danken, die maßgeblich zur Finanzierung beigetragen habe. Wie aus den Ausführungen der Verantwortlichen hervorging, stemmten Gemeinde, Leaderplus-Programm, Sponsoren und Banken gemeinsam das Finanzpaket für den Bau.

Prominente beim
Torschießen

Zum sportlichen Abschluss des offiziellen Teils leitete Abteilungsleiter Georg Hanslmaier den symbolischen Anstoß ein: Er übergab den Ball an Pfarrer Barenth, der ihn an Konrad Eisenberger weiterreichte. Anschließend durften sich die prominenten Gäste beim Torschießen versuchen. Wer das Tor verfehlte, konnte seinen Fehlschuss mit einer Spende ausgleichen – und so noch einmal ganz praktisch zum Gelingen des Buchbacher Kunstrasenprojekts beitragen.

Buchbacher Blasmusik
feiert 40-Jähriges

Sogar auf der Oid’n Wiesn hat die Buchbacher Blasmusik schon aufgespielt – und dennoch schlägt ihr Herz ganz besonders für die eigene Gemeinde und deren Feste. Musik prägt das kulturelle Leben in Buchbach seit vielen Jahrzehnten. Bereits in den 1920er-Jahren war die „Maikapelle“ fester Bestandteil des Ortslebens, in den 1950er-Jahren folgte die Burschenkapelle. Diese löste sich zwar nach einigen erfolgreichen Jahren wieder auf, doch der Wunsch nach einer eigenen Blaskapelle blieb, wie aus der Vereinschronik hervorgeht.

In Wirtshäusern und an Stammtischen wurde darüber diskutiert, wie man wieder zu einer eigenen Kapelle kommen könnte. Die Voraussetzungen waren günstig: Ehemalige Mitglieder der Burschenkapelle, Musiker aus Tanzkapellen und junge Burschen mit Instrumentalunterricht standen bereit. Es fehlte lediglich der zündende Anlass, um sie zusammenzuführen.

Hochzeit Grund
für Neustart

Dieser ergab sich beim Aufstellen eines Hochzeitsbaums für Ludwig und Annemarie in Mottinger. Wie aus den Aufzeichnungen hervorgeht, wurde Rudolf Büchler gebeten, für diesen Anlass eine kleine Blasmusik zusammenzustellen. Er lud zehn Buchbacher Musiker zu einer Probe ein und organisierte ein Marschbuch. Am Samstag, 20. August 1983, entstand so im Rahmen des traditionellen Brauchtums eine neue Blasmusikkapelle in Buchbach – und stieß sofort auf breite Zustimmung. Die Kapelle besteht bis heute.

Um die Zukunft der Kapelle langfristig zu sichern, wurde zwei Jahre später der Verein „Buchbacher Blasmusik“ ins Leben gerufen. Die Gründungsversammlung fand am 30. April 1985, statt. An diesem Abend wurden Anton Greimel und Martin Dichtl zu Vorständen gewählt, Rudolf Büchler übernahm offiziell die Funktion des musikalischen Leiters. Bereits damals unterschrieben 141 Personen ihre Beitrittserklärung – ein deutliches Signal für die breite Unterstützung im Ort. Inzwischen zählt der Verein knapp 390 Mitglieder, 35 davon sind als aktive Musikanten im Einsatz.ese

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