Auf der Bürgerversammlung gab Bürgermeister Matthias Schnetzer einen Überblick über die wichtigsten Investitionen: Die Sanierung und Erweiterung des Rathauses beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro, hinzukommen Erweiterungskosten von knapp drei Millionen Euro. Für den Neubau des Feuerwehrhauses in Steppach liegt die Kostenschätzung bei rund 2,8 Millionen Euro – eine Investition, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit notwendig ist.
Auch Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung im Notverbund mit Pfaffing stehen an, ebenso die Ertüchtigung der Kläranlage und umfassende Straßensanierungen. Weitere Projekte sind die Mehrzweckhalle, ein barrierefreier Zugang zum Krippnerhaus, ein geplanter Bikepark sowie der Ausbau der LED-Straßenbeleuchtung.
Viele Projekte umgesetzt
Bereits abgeschlossen sind mehrere Sanierungsarbeiten an öffentlichen Einrichtungen. So wurden die alten, handbetriebenen Tore am Bauhof durch elektronische ersetzt. Auch die hölzernen Falttore des Feuerwehrhauses im Ort, die nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprachen, wurden durch moderne, elektrisch betriebene Aluminium-Sektionaltore ausgetauscht. Zudem werden die Sanitärräume umfassend erneuert, um künftig geschlechtergerechte Anlagen anbieten zu können.
Ein weiterer Schritt war der Anschluss der Heizungsanlage des Feuerwehrhauses an das Nahwärmenetz der Franziska-Lechner-Schule. Der bisherige Heizöltank bleibt in Betrieb und dient künftig der Dieselkraftstoffnutzung im Katastrophenfall sowie zur Sicherung des Betriebs der neuen Notstromaggregate. Auch die Turnhalle erhielt eine modernisierte Beleuchtung: Die Umrüstung auf LED-Technik ermöglicht rund 50 Prozent Stromersparnis. Bei jährlichen Einsparungen zwischen 5.000 und 6.000 Euro amortisiert sich die Investition voraussichtlich nach etwa neun Jahren.
Zahlreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten im Rathaus sind abgeschlossen, alle Geschosse wurden modernisiert, die Räume sind bezugsfertig.
Das Einwohnermeldeamt wurde datenschutzkonform umgebaut, ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit, und der neue Eingangsbereich ermöglicht künftig die Nutzung eines „Self-Service-Terminals“.
Auch der Außenbereich wurde im Zuge der Sanierung neugestaltet – unter anderem mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung, barrierefreien Zugängen zu Rathaus und Toiletten sowie einem frischen Anstrich.
Gemeindehaus kurz
vor Fertigstellung
Kurz vor der Fertigstellung steht zudem das neue, gegenüberliegende Gemeindehaus. Es soll künftigen Anforderungen gerecht werden und moderne Verwaltungs- sowie Büroräume bieten. Im Kellergeschoss entsteht das neue Gemeindearchiv, in dem sowohl Akten als auch digitalisierte Dokumente verwaltet werden. Dieses Archiv ist direkt in das neue Dokumentenmanagementsystem integriert.
Im Erdgeschoss befinden sich der Haupteingang mit Treppenhaus und barrierefreiem Aufzug. Im Obergeschoss entstehen der neue Sitzungssaal mit Foyer sowie der Bürger- und Trauungssaal. Neben modernster Medientechnik wurde bei der Planung auch berücksichtigt, dass der Gemeinderat künftig auf 20 Mitglieder anwachsen könnte. Das neue System ermöglicht die Übertragung von Gemeinderatssitzungen im Rahmen eines künftigen Bürgerinformationsportals. Der Trauungssaal, der das Krippnerhaus entlasten soll, wird technisch entsprechend ausgestattet. Eine moderne Küche im Obergeschoss erlaubt zudem eigenes Catering bei Veranstaltungen.
Das Gebäude beherbergt die Gemeinschaftspraxis von Dr. Hörger und Dr. Schnettler, eine Verbindung, die Verwaltungsmodernisierung und medizinische Versorgung vor Ort zukunftsweisend vereint.kr