Das ganze vergangene Jahr über wurden in Eggstätt 1.100 Jahre gefeiert. Am Dreikönigstag gab es das Anböllern: „Für uns in Eggstätt ist es erst das zweite Mal, dass wir an Neujahr schießen,“ sagte damals Sebastian Hering, seines Zeichens Moosböllerer und Böllerreferent für Oberbayern Süd-Ost. Am Rosenmontag fand eine Faschingsgaudi am Rathaus statt. Am Palmsonntag wurde der Osterbrunnen eingeweiht.
Der Wonnemonat Mai stand im Zeichen 50 Jahre Hartseerundweg. Knapp sechs Kilometer lang ist der romantische und kinderwagentaugliche Wanderpfad durch das Naturschutzgebiet. Zum Jubiläum gab es Angebote wie einen Hobbylauf, eine naturpädagogische oder eine historische Wanderung und für die Jüngsten eine Schnitzeljagd.
Im Rahmen der 1.100-Jahr-Feier von Eggstätt lud die Seniorenabteilung der Stockschützen zu einer kleinen Dorfmeisterschaft auf die Asphaltbahn in Wöhr ein. Insgesamt kamen 15 Mannschaften zusammen, darunter auch eine reine Frauenmannschaft.
Ausstellung,
Gesprächsreihe und mehr
Ganz unter dem Motto „Das Besondere im Kleinen entdecken“ stand die zweimonatige Ausstellung „1.100 Jahre Ehchistat – Geschichte & Geschichten“ im Haus des Gastes. Eine Arbeitsgruppe aus sechs engagierten Eggstätterinnen und Eggstättern widmete sich dieser Aufgabe mit viel Elan und Herzblut. Ortsarchivar Peter Fenzl, Christine Lubkoll Klotz, Ingrid Langl, Siegmar von Schnurbein, Behindertenbeauftragter Josef Höck und TI-Leiterin Julia Kraus erarbeiteten acht Themenbereiche aus der älteren und neueren Geschichte des Ortes. Besonderes Highlight der Ausstellung waren die Bajuwarenfunde aus den Eggstätter Reihengräbern, eine Leihgabe des städtischen Museums in Rosenheim, die erstmals in Eggstätt ausgestellt waren. Daneben gab es die Gesprächsreihe „Zeit für Geschichten“ ins Leben, bei der an die (gute) alte Zeit erinnert werden soll. „Auf den Spuren von Christine Stadler“ wandelte man mit Josef und Ursula Stadler, Schulgeschichten gab es mit Robert Westermeier, ehemaligem Bürgermeister und Schulleiter. Einblicke ins Alltagsleben in Eggstätt. Was war wo? boten Christine Lubkoll-Klotz, Ortsarchivar Peter Fenzl, Valentin Knott und Ingrid Langl an. Und wer sich für Vor- und Frühgeschichte interessierte, war bei Prof. Siegmar von Schnurbein, Archäologe, bestens aufgehoben.
Am Festwochenende feierte sich die Hartseegemeinde, mit einem Bier- und Weinfest, am Festsonntag mit einem Festgottesdienst, Festzug und Frühschoppen.
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres wurde im November eine Traubeneiche am Hartseefreizeitgelände gepflanzt. Über den Winter will der Bauhof eine Verweil-Bank bauen, und eine Tafel mit QR-Code soll an 1.100 Jahre Eggstätt erinnern. elk