Die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen, daran arbeitet Bürgermeister Christian Weyrich. Ein Großprojekt im Ort ist momentan die Baustelle des Berufsbildungswerks Don Bosco in Waldwinkel. Der Landkreis errichtet dort für 50 Millionen Euro ein Sonderpädagogisches Förderzentrum.
Schulgebäude für
380 Schüler
Gebaut wird ein modernes Schulgebäude mit Platz für rund 380 Schülerinnen und Schüler und daneben werden die Schwimmhalle und die Turnhalle saniert für die gemeinsame Nutzung. Der Bau in Massivholzweise enthält auch Stahlbeton, doch nur dort wo der Brandschutz es erfordert. Im Herbst 2025 konnte der erste Spatenstich gesetzt werden und es wird mit einer Bauzeit bis Frühjahr 2028 gerechnet.
Betriebserweiterung
passiert Gemeinderat
Mit Blick auf die Zukunft plant auch der größte Arbeitgeber im Ort, die Nitrochemie eine Betriebserweiterung. Die Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gebiet südlich von Aschau-Werk wurde vom Gemeinderat einstimmig genehmigt. Die Sicherung der Firmen vor Ort und deren Ausbau steht für sie im Vordergrund. Auf dem entstehenden Betriebsgelände sind Lagerflächen und Bunkeranlagen geplant, die der Herstellung von Rüstungsbedarf dienen.
Die Gemeinde kann von erhöhten Gewerbesteuereinnahmen ausgehen. Außerdem soll sich mit dem Ausbau auch die Zahl der Arbeitsplätze erhöhen. Der Bürgermeister spricht von einem Mitarbeiteraufbau von bis zu 500 Mitarbeitern mehr. Die Gewerbesteuereinnahmen können an anderer Stelle wieder eingesetzt werden, nämlich für Themen wie Gesundheit, Pflege und Wirtschaft.
Die geplante Erweiterung sorgt aber auch für Unruhe. Einige Bürger äußern Sicherheitsbedenken und Umweltsorgen.
Neue Hausarztpraxis und
Seniorenwohnprojekt
Eine neue Hausarztpraxis konnte in Aschau angesiedelt werden. Damit hat der Ort jetzt zwei Praxen. Die Stiftung Ecksberg realisiert ein Seniorenwohnprojekt in der Ortsmitte, für das der erste Spatenstich geplant wird.
Projekt
Batteriespeicheranlage
Auf einem landwirtschaftlichen Grund südlich in der Gemeinde plant ein Investor eine Batteriespeicheranlage. Sie würde bei Kapazitätsspitzen Strom aus dem Netz nehmen und dann wieder einspeisen, wenn Strom gebraucht wird. Der Grund gehört der Gemeinde. Im Gemeinderat wurde sehr kontrovers über das Projekt diskutiert.
So eine Anlage sehe nicht schön aus, war eines der Argumente. Die Anlage könnte aber eingegrünt werden. Ein weiteres Argument: Sie würde Bauland beanspruchen, wenn auch nicht in bester Lage. Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen hingegen sprechen für das Projekt und so stimmte der Gemeinderat schließlich zu.
Haltebucht für Lkw
Geplant und im Gemeinderat beschlossen wurde auch eine Haltebucht für Lkw an der Hauptstraße. Die Fahrzeuge halten dort oft gegenüber dem Supermarkt für einen kurzen Einkauf. Vor allem aber soll die Verlegung des Gehweges in die Moyer-Hof-Wiese dem Schutz der Fußgänger dienen. Es sind hauptsächlich Schulkinder und Radfahrer, die diesen Weg nutzen. Im Gemeinderat wurde das Thema sehr emotional behandelt, was dazu führte, dass der Grundstücksbesitzer nun nicht mehr gewillt ist, das Grundstück herzugeben. Hier müssen weitere Gespräche folgen, damit das Projekt umgesetzt werden kann. sn