Das Projekt Wasserversorgung brennt dem Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter und seinem Gemeinderat unter den Nägeln. Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) versorgt den Ortsteil Vogtareuth (ohne Klinik und Reuther Feld) mit Eglham und Teilen von Weikering, der Außenbereich wird durch benachbarte Wasserversorger übernommen. Zusätzlich bezieht die Gemeinde Wasser von der Schonstetter Gruppe für Windering, die Klinik und das Reuther Feld.
Doch die Quelle Zaisering bereitet dem Gemeindechef Sorgen, denn da braucht es einen Ersatz für den Brunnen bei Zaisering, der bislang 130.000 Kubikmeter im Jahr lieferte. In den vergangenen Jahren stiegen und sanken permanent die Nitratwerte, zwar immer weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, aber oftmals musste das Wasser abgekocht werden.
Brunnen Lochen liefert
sehr gute Qualität
Inzwischen hat die Gemeinde Ersatz für einen neuen Brunnen gefunden. Der neue Brunnen Lochen liegt in der Nähe von Aign am Waldrand Richtung Hofstätter See. Die Beprobung ergab, dass das Wasser dort sehr gute Qualität hat. Zudem liegt der Brunnen zu 95 Prozent im Staatsforst. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wasser von dort nur einen kurzen Weg zurückzulegen braucht.
Die Kosten für den Neubau des Brunnens samt Rohrleitungsbau werden mit 1,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. Diese Kosten werden durch die Wassergebühren und Verbesserungsbeiträge finanziert.
Die Anlage ist fertig, die alte Anlage nur noch geduldet: „Wir müssten nur ein Knöpfchen umschalten.“ Aber die Genehmigung für die vorzeitige Entnahme steht noch aus.
Eine unzulängliche Versorgung mit Trinkwasser verhindert die Ausweisung von Baugrundstücken in großen Teilen der Gemeinde. Hinzu kommt: Sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit Brunnen- und Leitungsbau der neuen Trinkwasserversorgung bisher angefallen sind – gut 1,8 Millionen Euro – hat die Gemeinde vorfinanziert.
Den Verbesserungsbeitrag kann sie bei den angeschlossenen Vogtareuthern aber erst erheben, wenn der Brunnen auch tatsächlich ans Netz gehen darf. Noch wartet die Gemeinde auf grünes Licht, damit der neue Brunnen in Betrieb gehen kann.elk