Bereits auf der ersten OVB Azubimesse in Rosenheim setzte die Werbefotografin und Filmerin aus Passau, Nicole Schaller, die Schülerinnen und Schüler gekonnt in Szene. Auch bei de zweiten Ausgabe können Schüler nun von ihrem Fachwissen profitieren.
Was hat Sie zu diesem besonderen Angebot auf der Ausbildungsmesse motiviert?
Bewerbungs- und Businessfotos sind meine besondere Stärke. Ich arbeite sehr gerne mit Menschen, und es ist mir ein Herzensanliegen, auch in einem kurzen Kennenlernen eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. So entstehen authentische Fotos, auf denen man sofort spürt, dass sich die Person wohlfühlt – und genau dadurch kommt auch der gewünschte Ausdruck perfekt zur Geltung.
Mich motiviert dabei der Gedanke, dass gute Fotos Türen öffnen können – sei es beim Berufseinstieg, im Bewerbungsprozess oder bei der persönlichen Außendarstellung. Mit meinem Angebot auf der Ausbildungsmesse möchte ich jungen Menschen die Chance geben, sich von ihrer besten Seite zu zeigen und ihnen ein Stück Sicherheit auf ihrem weiteren Weg mitzugeben.
Warum sind professionelle Bewerbungsfotos gerade für Schüler so wichtig?
Ein Bewerbungsfoto ist oft der erste Eindruck, den man hinterlässt, ohne persönlich vor Ort sein zu können. Neben der reinen Darstellung transportiert es auch Emotionen: Wir nehmen unbewusst wahr, ob jemand authentisch wirkt, ob er sich wohlfühlt, Sicherheit, Kompetenz oder auch Freundlichkeit ausstrahlt. Solche Eindrücke entscheiden mit, ob man einer Person die gewünschte Aufgabe zutraut und gerne mit ihr zusammenarbeiten möchte.
Gerade für Schüler ist das besonders wichtig, da sie meist noch wenig Berufserfahrung und Kontakte haben und bislang in einem geschützten Raum wie Schule oder Studium unterwegs waren. Umso entscheidender ist es, dass sie mit einem professionellen Foto selbstbewusst und positiv auftreten können. Mein Ziel ist es, in einer entspannten Atmosphäre Vertrauen zu schaffen, damit die Schüler locker sein können und Fotos entstehen, die ihre Persönlichkeit widerspiegeln – und damit echte Chancen für ihren Start ins Berufsleben eröffnen.
Wie läuft das Fotoshooting für die Schüler konkret ab?
Auf der Messe habe ich ein kleines, separat gelegenes Profi-Studio aufgebaut, sodass die Schüler in Ruhe fotografiert werden können. Jeder, der ein Shooting möchte, wird direkt drangenommen. Vorab füllt jeder einen kurzen Zettel mit seinen Kontaktdaten aus, damit die Bilder später eindeutig zugeordnet und zugeschickt werden können.
Vor Ort gibt es Spiegel, einen Kamm und etwas Puder, damit sich die Schüler noch einmal frisch machen können. Das Puder ist gerade beim Arbeiten mit Blitzlicht sinnvoll, da es störende Spiegelungen verhindert. Anschließend entstehen drei bis vier verschiedene Aufnahmen, aus denen sich jeder selbst die beste auswählen darf. Wenn einmal die Augen geschlossen sind oder etwas nicht passt, wird selbstverständlich nachfotografiert – am Ende soll jeder ein Bild bekommen, mit dem er sich wirklich wohlfühlt.
Nach etwa zwei bis drei Wochen erhalten die Schüler ihre professionell bearbeitete Aufnahme per E-Mail – inklusive Nutzungsrechte. Die Bilder archiviere ich zusätzlich, sodass sie bei Bedarf auch später noch einmal angefordert werden können. Und natürlich gebe ich auch meine Visitenkarten mit, damit jederzeit eine Kontaktaufnahme möglich ist.
Worauf achten Sie besonders bei der Aufnahme eines Bewerbungsfotos?
Bei Bewerbungsfotos achte ich besonders darauf, dass sie den Bewerber seriös, authentisch und zugleich sympathisch zeigen. Klassische Bewerbungsfotos sind Porträtaufnahmen vom Oberkörper mit Gesicht. Deshalb empfehle ich Kleidung, die neutral und zeitlos wirkt – also kein sommerliches Top, kein dicker Winterpulli oder ein zu privater Sweater. Das Outfit sollte vielmehr den Eindruck vermitteln: Ich bin ordentlich, professionell und ernsthaft interessiert an der Stelle. Damit zeigt man auch Respekt gegenüber der Firma.
Ebenso wichtig ist ein gepflegtes Erscheinungsbild – dazu gehören insbesondere ordentliche Haare. Alles Weitere, wie die richtige Haltung, ein natürliches Lächeln und die passende Ausstrahlung, entwickeln wir dann gemeinsam während der Aufnahmen. So entsteht ein Bewerbungsfoto, das Persönlichkeit und Professionalität gleichermaßen transportiert.
Was macht ein Bewerbungsfoto in Ihren Augen wirklich überzeugend?
Ein Bewerbungsfoto ist für mich dann wirklich überzeugend, wenn es die Echtheit und Persönlichkeit der Person transportiert. Der Ausdruck soll sympathisch, offen und authentisch wirken – nichts wirkt so stark wie ein ehrliches Lächeln oder ein selbstbewusster, entspannter Blick. Genauso wichtig ist die ordentliche Präsentation: gepflegte Haare, seriöse Kleidung und ein klarer, ruhiger Bildaufbau. Aber auch die technische Umsetzung spielt eine Rolle – das richtige Licht, der passende Bildausschnitt und ein professioneller Hintergrund tragen dazu bei, dass die Person optimal zur Geltung kommt. Am Ende soll ein Bewerbungsfoto nicht nur gepflegt aussehen, sondern auch das Gefühl vermitteln: Mit dieser Person möchte ich zusammenarbeiten. Wenn Sympathie, Professionalität und Authentizität zusammenkommen, entsteht ein überzeugendes Foto.
Sie haben bereits auf der ersten OVB Azubimesse in Rosenheim und auch in Mühldorf den Fotoservice angeboten: Welche Erfahrungen haben Sie hier mit den Schülern gemacht?
Auf der ersten Messe war das Interesse an meinem Angebot sehr groß – viele Schüler haben die Gelegenheit genutzt, ein Bewerbungsfoto machen zu lassen. Anfangs waren manche etwas schüchtern oder zögerlich, kleine Gruppen haben sich gegenseitig belächelt oder Scherze gemacht. Mit einem freundlichen Hinweis konnte ich aber schnell vermitteln, wie wichtig es ist, dass sich jeder ganz auf sein eigenes Foto konzentrieren kann, ohne abgelenkt zu werden. Das wurde gut angenommen und hat dazu geführt, dass die Schüler entspannter und fokussierter vor der Kamera standen. Mein kleines Studio hat zudem einiges an Aufmerksamkeit erregt:
Bei den Schülern, Lehrern und weiteren Messebesuchern, die sich ebenfalls fotografieren ließen. Die Atmosphäre war sehr positiv und es hat mich gefreut zu sehen, wie das Angebot Wirkung gezeigt hat.