„Letztes Jahr haben unsere 10. Klassen die OVB Azubimesse besucht, und die Rückmeldungen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften waren durchweg positiv. Deshalb haben wir uns entschieden, auch in diesem Jahr wieder teilzunehmen. Besonders interessant ist diesmal, dass wir an der Johann-Rieder-Realschule Rosenheim das Fach ‚Berufsorientierung‘ in den 9. Klassen eingeführt haben und die Messe nun gezielt mit dieser Jahrgangsstufe besuchen möchten.
Jeder Messebesuch ist für die Schülerinnen und Schüler ein wertvoller Schritt auf ihrem Weg zur Berufsorientierung und -findung. Die Unternehmen bemühen sich spürbar, näheren Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen und die Möglichkeit, Praktika direkt anzusprechen oder erste Kontakte zu knüpfen, ist besonders hilfreich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Jugendliche sich letztlich für Betriebe entscheiden, in denen sie ein Praktikum absolviert haben.
Direkter Kontakt von
unschätzbarem Wert
Für die Heranwachsenden ist es zudem spannend, überwiegend regionale Betriebe kennenzulernen. Auch wenn sich nicht jedes einzelne Gespräch im Detail auswerten lässt, ist der direkte Kontakt mit Menschen aus der Arbeitswelt von unschätzbarem Wert. Berufsmessen bieten genau diesen Perspektivwechsel: Sie schaffen einen Moment, in dem sich die Schülerinnen und Schüler auf bestimmte Ausbildungen und Unternehmen konzentrieren können – etwas, das in der sonst so überladenen Informationsflut besonders wichtig ist.
Berufsorientierung ist ein langfristiger Prozess, der nicht einmalig stattfinden darf. Regelmäßige Angebote wie die Azubimesse geben den Jugendlichen immer wieder Orientierung und Motivation auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft.“
Tobias Straub, Koordinator für berufliche Orientierung, Johann-Rieder-Realschule Rosenheim.