Als Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier 2020 sein Amt antrat, fiel der Beginn seiner Amtszeit mit der Corona-Pandemie zusammen. Verwaltung und öffentliches Leben mussten innerhalb kurzer Zeit stark eingeschränkt und später schrittweise wieder hochgefahren werden. In den darauffolgenden Jahren kamen weitere Belastungen hinzu, darunter der Ukraine-Krieg und die Aufnahme zahlreicher Geflüchteter. Stephan Schlier beschreibt diese Zeit als Phase ohne längere Ruhepausen und ordnet den Arbeitsumfang der vergangenen sechs Jahre als außergewöhnlich ein. „Die Masse der Arbeit für den Stadtrat hätte sicher auch für zwei Amtszeiten gereicht“, so der Oberbürgermeister.
Große Projekte umgesetzt
Trotz dieser Rahmenbedingungen setzte die Stadt mehrere Projekte um. Dazu zählt der Bau der St.-Georg-Schule, eines der größeren Vorhaben dieser Zeit. Zur Eröffnung kam auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nach Bad Aibling. Gleichzeitig verschärften sich die finanziellen Rahmenbedingungen. Nach Jahren stabiler Einnahmen entwickelten sich Ausgaben und Einnahmen nicht mehr im Gleichklang. Die Stadt reagierte darauf mit einer Haushaltskonsolidierung, um finanzielle Spielräume zu sichern.
Nach Darstellung von Oberbürgermeister Stephan Schlier schließt die Haushaltskonsolidierung laufende Investitionen nicht aus. Mittel flossen weiterhin in Kinderbetreuung, Feuerwehr, Infrastruktur und Energie.
Investitionen geplant
Zu den größten Einzelvorhaben zählt die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses der Feuerwehr Bad Aibling. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 21 Millionen Euro und gliedert sich in vier Bauabschnitte. Der Abschluss des ersten Bauabschnitts ist für dieses Jahr vorgesehen, weitere Abschnitte folgen bis 2030.
Auch in der Stadtverwaltung kam es in den vergangenen Jahren zu Veränderungen, insbesondere durch die Digitalisierung. Inzwischen stehen rund 100 Dienstleistungen online zur Verfügung. Ziel war eine Vereinfachung der Abläufe und eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. Parallel dazu vollzog sich ein Generationenwechsel, der neue Impulse brachte, aber auch organisatorische Anpassungen erforderte.frt