Bad Feilnbach baut Nahwärmenetz

von Redaktion

In Bad Feilnbach schreiten die Bauarbeiten für ein kommunales Nahwärmenetz weiter voran. Bereits im Mai vergangenen Jahres haben die Erd- und Tiefbauarbeiten begonnen. Ebenfalls starteten die Rohbauarbeiten für das Heizhaus gegenüber der Stockschützenhalle. Noch in diesem Jahr soll von dort aus ein großer Teil des Wärmebedarfs der Gemeinde durch ein modernes Biomasseheizwerk gedeckt werden.

Umweltfreundliches
Energieholz

Das umweltfreundliche Nahwärmenetz, das auf regionalem Energieholz basiert, stellt einen wichtigen Schritt Bad Feilnbachs in Richtung Wärmewende dar. Die Nutzung von Waldrestholz gilt als CO2-neutral und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Das benötigte Energieholz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern im Umkreis von etwa 20 Kilometern rund um Bad Feilnbach. Für die Hackschnitzel wird ausschließlich Waldrestholz verwendet, das für keine andere stoffliche Nutzung geeignet ist. Durch den Einsatz regionaler Hackschnitzel entstehen Arbeitsplätze vor Ort, zudem bleibt die Wertschöpfung in der Region.

Nachfrage zu hoch für
geplanten Standort

Die Nutzung von Holz als Energieträger hat in Bad Feilnbach bereits eine lange Tradition, und das Interesse in der Bevölkerung nimmt stetig zu. Die Nachfrage war sogar so hoch, dass der ursprünglich geplante Standort für das Hackschnitzelheizwerk am Schwimmbad schnell an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Auch die bisherige Pelletsheizung reichte als alleiniger Wärmeerzeuger schon seit Längerem nicht mehr aus. Daher wurde im vergangenen Jahr an der Schule vorübergehend eine mobile Pelletheizung als Interimsversorgung installiert. Diese wird im kommenden Jahr durch die neue Heizzentrale am Friedrich-Dittes-Weg am Ortsrand ersetzt.

Die neue Hackschnitzelheizung wird zunächst eine Nennleistung von zwei Megawatt haben.

Erweiterung möglich

Aufgrund der starken Nachfrage wurde bereits in der Planungsphase die Möglichkeit einer Erweiterung durch einen zweiten Biomassekessel berücksichtigt. Die Haupttrasse des Wärmenetzes ist inzwischen rund drei Kilometer lang und versorgt mehr als 45 Gebäude. Eine Verlängerung des Wärmeleitsystems um einen Kilometer und der Anschluss von 30 weiteren Häuser an das Nahwärmenetz sind in Arbeit.

Künftig reicht das Versorgungsgebiet in Nord-Süd-Richtung vom Friedrich-Dittes-Weg bis zur Rotwandstraße. In Ost-West-Richtung bilden derzeit der Höhenpark und die Wendelsteinstraße die Endpunkte. Weitere Ausbauoptionen werden fortlaufend geprüft.

Artikel 6 von 11