Bad Feilnbach startet ins Jahr mit einer anspruchsvollen Ausgangslage: Die Aufarbeitung der Starkregenfolgen aus dem Juni 2024 ist weitgehend abgeschlossen – gleichzeitig wird der finanzielle Spielraum enger. Vor allem steigende Kreisumlagen sowie sinkende Schlüsselzuweisungen zwingen zu einer klaren Reihenfolge bei den Vorhaben. Trotz dieser Rahmenbedingungen hat die Gemeinde in den vergangenen Monaten sichtbar gearbeitet – dort, wo es für den Alltag der Menschen im Ort zählt: bei Infrastruktur, Versorgungsthemen, Mobilität, Energie und im touristischen Profil.
Kleine Veränderungen mit
großer Wirkung
2025 wurden neben größeren Maßnahmen auch kleinere Verbesserungen umgesetzt, die im Alltag auffallen: zusätzliche Straßenmarkierungen, Verkehrsspiegel an unübersichtlichen Stellen oder die Erweiterung des Spielplatzes in Litzldorf. Solche Schritte wirken unspektakulär, machen im Alltag aber oft den Unterschied – für Sicherheit, Orientierung und ein gutes Gefühl im Ort.
Zu den wichtigen Infrastrukturmaßnahmen zählt der Wasserleitungsbau von Bad Feilnbach bis zur Kläranlage. Projekte dieser Art sind selten „Schlagzeilen“, gehören aber zur Grundausstattung einer Gemeinde – und sind dann erfolgreich, wenn sie verlässlich funktionieren, ohne lange Einschränkungen zu verursachen. Beim Thema Energie ist das Heizwerk der gemeindlichen Biomasse GmbH weit fortgeschritten; die Inbetriebnahme ist noch für dieses Jahr vorgesehen.
Die finanzielle Lage bleibt die härteste Nuss für 2026. Gegenüber dem Vorjahr stehen rund 800000 Euro weniger zur Verfügung, ausgelöst durch höhere Umlagen und geringere Zuweisungen. Das zwingt zu strenger Ausgabenkontrolle und zu einer Staffelung der Vorhaben. Der Gemeinde ist bewusst, dass dieser Kurs einen Balanceakt bedeutet: zwischen Sparsamkeit und Gestaltungsanspruch, zwischen Pflichtaufgaben und freiwilligen Leistungen. Gerade letztere geraten schneller unter Druck, obwohl an ihnen oft ein Stück Ortsleben hängt. Umso wichtiger ist der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde – denn nur gemeinsam lassen sich Prioritäten tragen und die anstehenden Herausforderungen bewältigen.
Neue Lagerhalle
für die Feuerwehren
Unabhängig davon sind im Laufe des Jahres konkrete Verbesserungen im Alltag angekündigt: In Au soll die Parksituation am Auer Schwimmbad sowie am Sportheim des ASV Au entschärft werden – besonders zu Stoßzeiten bei Badebetrieb und Veranstaltungen. Ab dem Frühjahr 2026 ist zudem eine gemeinsame Lagerhalle vorgesehen, die alle vier Gemeindefeuerwehren nutzen können, um Ausrüstung zu lagern, die nicht täglich benötigt wird.
Auch der alte Gemeindebus soll ausgetauscht werden. Das Fahrzeug hat bereits über 200000 Kilometer auf dem Tacho und wird nun durch ein neues Fahrzeug ersetzt. Genutzt wird er von Vereinen, Kindergärten oder für die Pflege.
Bad Feilnbach geht 2026 mit einer Mischung aus Konsolidierung und Gestaltung an. Die Aufarbeitung liegt weitgehend hinter der Gemeinde, mehrere Projekte stehen an entscheidenden Punkten, und im Alltag sind Verbesserungen bereits sichtbar.
Entscheidend wird sein, wie gut es gelingt, unter finanziellen Einschränkungen Prioritäten zu setzen – und dabei den Blick für das zu behalten, was Bad Feilnbach ausmacht: Engagement, Zusammenhalt und Gemeinschaft.frt