Wichtige Weichen für die Zukunft gestellt

von Redaktion

Das beliebte Stadtplatzfest wird jedes Jahr vom EC Schpana organisiert.

Neumarkt-Sankt Veit steht vor einem Jahr des Umbruchs, sowohl politisch als auch infrastrukturell. Nach über zwei Jahrzehnten an der Spitze des Rathauses verabschiedet sich Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) aus dem Amt. Der 64-Jährige, seit 2002 Stadtoberhaupt, tritt bei der Kommunalwahl nicht mehr an. Damit endet eine Ära, die von Kontinuität und zahlreichen städtischen Entwicklungen geprägt war. Vier Bewerber treten um die Nachfolge Baumgartners an.

Eigene Stadtwerke
als Grundpfeiler

Mit dem Jahreswechsel hat Neumarkt-Sankt Veit einen wichtigen Schritt in Richtung kommunaler Selbstständigkeit vollzogen: Die neu gegründeten Stadtwerke haben offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Das Kommunalunternehmen soll künftig zentrale Aufgaben rund um Wasser, Abwasser und Energie bündeln.

Am 13. Januar trat der Verwaltungsrat zur konstituierenden Sitzung zusammen. Neben der Anpassung wichtiger Satzungen wurden die Eckpunkte des Wirtschafts- und Finanzplans bis 2030 festgelegt. Zu den größten Projekten zählen der Neubau des Brunnens VII und eines neuen Wasserwerks, eine Notverbundleitung nach Frauenhaselbach sowie der Bau mehrerer Regenrückhaltebecken.

Kläranlage
im Fokus

Eine Schlüsselrolle spielt die Sanierung der Kläranlage, die mit rund 8,8 Millionen Euro zu Buche schlägt. Die Investition war nötig geworden, um verschärfte Umweltauflagen erfüllen zu können. Bereits seit Anfang 2025 gelten neue Abwassergebühren, mit denen die Stadt die Finanzierung absichert. Die Stadtwerke wollen den Fortschritt der Arbeiten transparent begleiten und auch über geplante Schritte im Bereich erneuerbarer Energien informieren – von Fernwärme über Windkraft bis hin zu Photovoltaik.

Glasfaser für
Stadt und Ortsteile

Auch beim Thema Digitalisierung bleibt Neumarkt-Sankt Veit nicht stehen. Der Glasfaserausbau schreitet voran, und zwar in einem doppelten Ansatz: Während der Außenbereich durch Förderprogramme erschlossen wird, übernimmt im Innenbereich die Deutsche Telekom den eigenwirtschaftlichen Ausbau.

Im geförderten Gebiet sind rund 104 Kilometer Tiefbauarbeiten und 400 Kilometer an Leerrohren und Glasfaserkabeln vorgesehen. Inbetriebnahme: bis spätestens 2028. Für den innerstädtischen Bereich sollen erste Haushalte schon ab Mitte 2026 ans Gigabitnetz gehen, der vollständige Ausbau bis August 2027 abgeschlossen sein. Insgesamt will die Stadt bis Ende 2028 flächendeckend Glasfaser bieten – vom Zentrum bis in die entlegensten Ortsteile.

Radweg auf Bahntrasse
noch Zukunftsmusik

Ein Thema, das immer wieder aufkommt, bleibt die stillgelegte Bahnstrecke Richtung Marklkofen. Die Idee, darauf einen durchgehenden Radweg oder eine Freizeittrasse zu schaffen, stößt auf reges Interesse, konkrete Beschlüsse fehlen jedoch. Derzeit werden Machbarkeit und Zuständigkeiten zwischen den betroffenen Kommunen geprüft.

Fest steht: Ob als Radweg oder für andere Zwecke, die Zukunft der Trasse könnte die Region touristisch enger verbinden. Doch bis hier Beschlüsse vorliegen, dürfte noch etwas Zeit vergehen.

Zwei Jubiläen
stehen an

Dieses Jahr stehen für die Neumarkter zwei ganz besondere Jubiläen an. Zum einen geht es um die Stadt Neumarkt-Sankt Veit selbst: Sie wurde im Jahr 1956 vom Bayerischen Innenministerium zur Stadt erhoben und kann dieses Jahr 70 Jahre Stadtstatus feiern. Welche Festlichkeiten stattfinden werden, ist aktuell aber noch nicht bekannt.

Ein weiteres Jubiläum steht im Ortsteil Teising an. Dort feiert das ganze Dorf vom 18. September bis zum 20. September 400 Jahre „Maria Einsiedeln“. Mit der Weihe am 20. September 1626 wurde der Grundstein für die 400-jährige Wallfahrtstradition gelegt. Die Kapelle liegt an einem Abschnitt des Wolfgang-Pilgerwegs und ist ein beliebter Rast- und Gebetsort. Die kleine malerische Kapelle ist noch heute ein Ort der Begegnungen und wird regelmäßig von Menschen aufgesucht.jad

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