Was für ein Energiebündel: Als wir den Geschäftsführer der Messe München, Reinhard Pfeiffer, zum Interview treffen, ist er gerade erst aus Shanghai zurückgekehrt. „Ich habe dort zusammen mit Stefan Rummel das 25-jährige Bestehen der Messe München in China gefeiert. 170 Mitarbeiter haben wir mittlerweile vor Ort. Denn China ist ein spannender Partner, der wiederum großes Interesse an München hat.“
Was begeistert die Chinesen an Bayern? „Das Oktoberfest hat weltweit eine immense Strahlkraft und prägt das Bild von München in China. Auch der FC Bayern München ist extrem populär. Trikots des Vereins sind begehrte Mitbringsel. Im Geschäftlichen wird München aber auch als ein wichtiges Hightech-Zentrum wahrgenommen. Und was die Partner ebenfalls schätzen, ist die Nonstop-Flugverbindung zwischen München und Shanghai.“
Ein Mann, der München in die Welt hinausträgt. Denn nicht nur in China, die Messe München organisiert jedes Jahr 90 Fachmessen weltweit – etwa auch in Indien, Brasilien, Südafrika, Türkei, Singapur, Vietnam, Hongkong, Thailand, USA und in Saudi-Arabien. Wie schafft man so viele Geschäftsreisen rein körperlich? „Langstreckenflüge machen mir nichts aus, doch mit Jetlag habe ich zu kämpfen“, gesteht Reinhard Pfeiffer. „Vor allem wenn ich in Richtung Asien fliege. In der ersten Nacht in China habe ich gut geschlafen, in der zweiten wenig und in der dritten gar nicht mehr. Fliege ich dagegen in den Westen, empfinde ich den zusätzlichen Zeitgewinn als angenehm.“
Für Tipps in Sachen Jetlag sei er also mehr als aufgeschlossen, meint er grinsend. Der Messechef kommt auf der Mitmach-Messe f.re.e gerne ins Gespräch mit den Münchnern. Oder auch mit dem griechischen Generalkonsul. Aus diesem Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr sei seine schönste Reise bislang entstanden. „Er hat mir Kreta ans Herz gelegt. Und ich bin ihm sehr dankbar dafür.“ Was ihm dort so gefallen hat? „Die Insel ist enorm vielfältig. Ich war überrascht, wie alpin die Landschaft ist und wie gut sich dort wandern lässt. Gleichzeitig aber wurden wir von schönstem Mittelmeerambiente verwöhnt, blühenden Zitronenbäumen, Fischerdörfern.“
Hat er einen Lieblingsort auf Kreta, den er empfehlen kann? „Plakias im Süden hat mir besonders gut gefallen. Dieser kleine Küstenort liegt eingebettet in eine hügelige Landschaft im Norden und das Meer im Süden, das mit wunderbaren Badebuchten wie dem Damnoni-, Kalypso- oder Souda-Strand begeistert.“
Dort habe seine Frau gerne mit einem Buch gelegen und pausiert, er dagegen liebe auch im Urlaub die Bewegung: „Ich kann in den Bergen einfach am besten entspannen. Und ab Plakias locken herrliche Wanderungen.
Ein traumhaftes Panorama etwa hat man, wenn man die Steilküste entlang zum felsigen Kap Kako Mouri hochwandert. Eine andere wunderschöne Tour sei entlang des Kotsifou-Baches. Diese führt durch die Ruinen einer alten Mühle einen steilen Pfad bergauf und direkt in die Kotsifou-Schlucht hinein.
Übrigens, räumt Reinhard Pfeiffer ein, sei er nicht nur ein Aktivurlauber, sondern immer auch gerne Genießer. „Es gibt nichts Schöneres, als bei einer Taverna vorbeizukommen, aus der es köstlich duftet und sich dort einfach an den nächsten freien Holztisch auf der Terrasse zu setzen und sich vom Chef das auftischen zu lassen, was er ganz frisch aus dem Meer geangelt oder im Garten geerntet hat.“
Sein Schwärmen lässt vermuten, dass Reinhard Pfeiffer auch im nächsten Privaturlaub im Mittelmeerraum unterwegs ist. „Stimmt!“ Nach der f.re.e gehe es für ein paar Tage nach Portugal an die Algarve, „da verbringen meine Frau und ich den Kurzurlaub in einem kleinen Fischerörtchen, 30 Kilometer entfernt von Sagres.“
Alle weiteren Reisen will Reinhard Pfeiffer erst nach der f.re.e buchen: „Dort gehe ich dann selbst von Stand zu Stand, hole mir Inspirationen, lasse mich beraten und nehme ganz viele neue Ideen mit.“ Neue Länder, spannende Aktivitäten und interessante Reiseangebote zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis: in vier Tagen startet die f.re.e. Viel Spaß beim Erkunden!
Julitta Ammerschläger