Korea kann kompakt

von Redaktion

Klassischer Verbrenner: Erste Fahreindrücke vom Ceed-Nachfolger Kia K4

Kompakte Verbrenner sind immer noch das wichtigste Segment für Autokäufer. Wir fuhren den neuen benzingetriebenen Kia K4. Viel Elektrifizierung ist beim kompakten Fließheck-Modell nicht im Angebot zu finden. Nur eine von vier Motorisierungsvarianten des K4 von Kia bietet eine 48-Volt-Mild-Hybridisierung: Die Basis-Motorisierung (115 PS) in Verbindung mit Doppelkupplungsgetriebe DCT7 kostet 2.600 Euro extra.

Auch der Sechsgang-Handschalter (29.990 Euro) ist mit 6,0 Litern (WLTP) kein Schluckspecht. Legt man 1.300 Euro drauf, bekommt man den deutlich spritzigeren 150-PS-Vierzylinder mit DCT7. Die Grundausstattung lässt kaum Wünsche offen. Die Aufpreisliste für die Basislinie „Vision“ ist kurz: 790 Euro für Kunstleder und Lendenwirbelstütze und bis zu 990 Euro für Wunschfarben. Das war’s.

Mehr Komfort und Ausstattungsvarianten gibt‘s nur für die Vierzylinder: die Linie „Spirit“ ab 35.890 Euro und „GT“ ab 37.290 Euro. Die Spitzenmotorisierung mit 180 PS kostet jeweils 2.000 Euro mehr. Der nahezu voll ausgestattete Testwagen kam auf 42.740 Euro. Er spielt jedoch beim Komfort unter anderem mit Head-up-Display und Harman/Kardon Soundsystem bereits in einer anderen Liga.

Mit dem Druck des Startknopfs meldet sich der Motor vernehmlich, aber nicht lästig. Das Gas nimmt er zügig an. Beim Beschleunigen spürt man Turbolader und Getriebe auf Touren kommen. Zusammen nach wie vor ein thermodynamisches Wunderwerk. Generationen von Ingenieuren haben es immer weiterentwickelt. Aber: Beim Beschleunigen – etwa auf Autobahneinfahrten – reicht der Schub an den vergleichbarer Elektroautos nicht heran. Dennoch: Leistung gibt es im stärksten K4 im Überfluss. Auch wenn der Automatik noch etwas Feintuning im Sportmodus guttäte. Tadellos sind Fahrwerksabstimmung und Lenkung. Auch bei Bedienung, Komfort und Assistenten muss man auf nichts verzichten. Besonders hervorzuheben: Wichtige Funktionen lassen sich einfach per Knopfdruck erreichen.

Das von außen flach erscheinende Auto bietet auch auf den Rücksitzen ausreichend Platz, auch für Größere. Gut gelöst sind die Türgriffe in der C-Säule. Auch der Kofferraum bietet mit 438/1217 Litern ausreichend Platz fürs Gepäck. Wer nach mehr verlangt, sollte auf den kommenden längeren Kombi warten. MARTIN PREM

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