Der amtierende Erste Bürgermeister Josef Eisner (CSU) stellt sich bei der Kommunalwahl am 8. März erneut zur Wahl. Schon bei der Aufstellungsversammlung der CSU-Ortsgruppe beim Kreuzer-Wirt erklärte der 51-jährige Landwirt und dreifache Familienvater offiziell seine Kandidatur. Eisner, der auch wieder für den Kreistag nominiert ist, gilt als bodenständiger Kommunalpolitiker mit Erfahrung aus Pandemiezeiten und dem Flüchtlingsmanagement und wäre bei einer Wiederwahl voraussichtlich als hauptamtlicher Bürgermeister tätig.
Mettenheim wächst
Mettenheims jüngstes Baugebiet entsteht am Fürstenweg. Der Wohnungsbau erlangte in den vergangenen Jahren große Bedeutung, weil sich die Bevölkerung stufenweise im Aufwärtstrend entwickelte. So wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinde im Jahr 2025 auf 3.557 Personen an. Nicht zuletzt wegen der Nähe zur Landeshauptstadt zählt auch Mettenheim zu den gefragten Wohnorten für Neubürger und Berufspendler. Die Gemeinde suchte daher nach neuen Wegen, wie der Wohnungsbau gestärkt werden kann.
Von der Schreinerwiesn bis
zum Isener Feld
So beschloss der Gemeinderat, die als Gewerbegebiet Nr. 22 ausgewiesene „Schreinerwiesn“ am östlichen Ortrand von Mettenheim teilweise für den Wohnungsbau zu öffnen. Die Gemeinde beabsichtigt, die bestehende Bahnstraße fortzuführen, in ein allgemeines Wohngebiet in Hart zu integrieren und dieses vom Gewerbegebiet abzutrennen.
In einer frühen Phase der Bauleitplanung befindet sich auch das jüngste Baugebiet „Fürstenweg“ in Mettenheim-Ost. Die Änderung eines weiteren Flächennutzungsplans zielt auf die Zukunft des Mettenheimer Ortsteils Gumattenkirchen. Danach werden eine spätere Erweiterung und Schließung der Baulücken im Innenbereich in Betracht gezogen.
Freie Bauparzellen gibt es auch im voll erschlossenen Baugebiet Nr.17 „Isener Feld“. Ungeachtet der allgemein angespannten wirtschaftlichen Lage ist die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses Gumattenkirchen für sechs ortansässige Vereine in der Diskussion und der Bebauungsplan beschlossen.
Was leistet sich die Ge-
meinde an Investitionen?
Aktuellen Angaben der Gemeindeverwaltung zufolge, schloss der Verwaltungshaushalt Ende des Jahres 2025 mit 7,95 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 2,42 Millionen Euro. Leider war ein Gewerbesteuerrückgang von 1,60 Millionen Euro (2024) auf 0,70 Millionen Euro zu verzeichnen. Dafür stiegen die Schlüsselzuweisungen von 0,62 Millionen Euro (2024) auf 0,88 Millionen Euro (2025) an. Die Höhe der Kreisumlage pendelte in den letzten drei Jahren zwischen 2,3 Millionen Euro und 2,6 Millionen Euro.
Einnahmen gestatten der Gemeinde, in Wohnungsbau, Infrastruktur und Neubau zweier Dienstgebäude für die örtliche Feuerwehr und den eigenen Bauhof zu investieren. Voraussetzung dafür ist der Bebauungsplan Nr. 24 für das „Klosterfeld“ und ein rechtzeitig eingereichter Antrag auf staatliche Fördergelder seitens der künftigen Nutzer. Danach kann es mit der Erschließung in den Sparten Wasser, Kanal, Strom, Erdgas und Medien losgehen. Weitere Investitionsgelder fließen in die geplante Modernisierung der Kläranlage Mettenheim. kch