Feuerwehrhausneubau, Regenwasserkanal, Kindergarten – drei Dauerbrennerthemen stellen die Gemeinde Schonstett vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Aufgrund der klammen Gemeindekasse ist es für die Entscheidungsträger nicht einfach, die anstehenden Pflichtaufgaben anzugehen. Der Rathauschef blickt auf bewegte Zeiten zurück. Mit den fertigen Plänen für den Feuerwehrhausneubau ist nun ein wichtiges Thema vom Tisch, zurücklehnen können sich die Gemeindeverantwortlichen jedoch nicht, denn mit der Sicherung des Kindergartengeländes wartet ein weiterer Brennpunkt, der seit Jahren schwelt und bisher noch nicht gelöst werden konnte. „Viele Baustellen, viel geschehen“, fasst Bürgermeister Paul Dirnecker seine erste Amtszeit zusammen.
Die angespannte wirtschaftliche Gesamtlage mache auch vor Schonstett nicht halt. Das zeige sich unter anderem an der Zahl von Bauanfragen. Im Wohn- und auch im gewerblichen Bereich sei eine deutliche Zurückhaltung spürbar. Die Unsicherheit hemme Investitionen, deshalb sei die Nachfrage nach Gewerbegrund aktuell gering. Unabhängig davon könne die Gemeinde derzeit ohnehin keine freien Flächen anbieten, räumt Dirnecker ein. Dennoch bleibe die Schaffung von Wohnraum und Erweiterungsmöglichkeiten für das örtliche Gewerbe ein wichtiges Thema. Mittelfristiges Ziel sei eine moderate bauliche Entwicklung zu ermöglichen und zusätzliche Steuereinnahmen zu generieren.
Finanzielle
Herausforderung
Finanziell liege Schonstett im Vergleich der Landkreisgemeinden etwa im Mittelfeld. Um die Infrastruktur langfristig zu sichern und die Gemeinde weiterzuentwickeln, seien Investitionen unumgänglich, betont Dirnecker. Insgesamt ist die Haushaltslage, laut Kämmerei, als angespannt, aber geordnet zu bezeichnen. Der Haushalt wurde von der Rechtsaufsicht am Landratsamt genehmigt – allerdings verbunden mit der klaren Mahnung, die finanziellen Rahmenbedingungen strikt einzuhalten. Der Schuldenstand wird sich Ende 2025 auf rund 213.000 Euro belaufen. Große Spielräume gibt es nicht: Die Rücklagen von etwa zwei Millionen Euro reichen nicht einmal aus, um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses vollständig zu finanzieren. Auf der Ausgabenseite schlagen insbesondere die Kreisumlage mit rund 900.000 Euro sowie die Teilsanierung des Regenwasserkanalnetzes mit rund 637.000 Euro zu Buche.ca