37 Helfer der Tafel versorgen 150 Menschen

von Redaktion

Gutes tun und nicht groß darüber reden, so könnte das Motto der aktuell 37 Helfer aus Kiefersfelden, Oberaudorf und den nahen Tiroler Nachbarn lauten, die die „Tafel Kiefersfelden – Oberaudorf“ ehrenamtlich unterstützen. Seit 20 Jahren hilft die Tafel Einzelpersonen und Familien aus Kiefersfelden und Oberaudorf in ihrer Not.

Tafel unterstützt 50 Kinder
und Jugendliche

Aktuell werden etwa 150 Personen versorgt, darunter 50 Kinder und Jugendliche. „Sie dritteln sich auf in Deutsche, Ukrainer und Asylanten aus anderen Ländern“, weiß Tafel-Leiter Hans Hanusch. Geöffnet hat die Tafel donnerstags von 11.30 bis 12.30 Uhr. „Da kommen immer 40 bis 50 Abholer, die auch noch einen großen Anteil für ihre Familien mitnehmen“, so Hans Hanusch weiter.

Träger ist die Awo Kiefersfelden/Oberaudorf als gemeinnütziger Verein und „so ist die Finanzierung langfristig gesichert“. Ihre „Ware“ bekommt die Tafel vor allem von Gewerbetreibenden aus beiden Gemeinden und auch aus Tirol. Darunter sind Backwaren, Gemüse und Obst, Hygieneartikel; seltene Fleisch- und Wurstwaren. „Weitere Grundnahrungsmittel, die benötigt werden, müssen wir zukaufen“, erklärt der Leiter und „wir versuchen, dass jeder möglichst das Gleiche bekommt, was nicht immer ganz einfach ist“.

Gewerbetreibende stiften
die Waren

Der Arbeitsalltag der Helfer beginnt regelmäßig montags um 8 Uhr mit der Abholung der gespendeten Waren und Artikel. Danach wird sortiert und weggeräumt, was oft erst am späten Mittag endet.

Am Mittwochmittag führt der Weg zur Tafel nach Brannenburg, wo dortiger Überschuss abgeholt und dann hier im Kühlraum gelagert wird. Oft dauern die Arbeiten dann bis in den frühen Abend hinein, „weil wir die Überschüsse aus den Geschäften erst spät abholen können“, so Hans Hanusch zum Ablauf.

Auch am Donnerstag wird morgens noch Ware abgeholt, bevor dann ab 11.30 Uhr die Abgabe an die Bedürftigen läuft. Für die rechtzeitige Anlieferung sorgen vier ehrenamtliche Fahrer, die die Ware bei den Geschäften abholen. Die Geldspenden, die die Tafel erhält, „verwenden wir für Waren, die wichtig sind, aber weniger gespendet werden“. Zusätzliche Sonderaktionen kommen hinzu, wie der „Weihnachts-Wunschbaum“ in der Kieferer Grundschule und der Kinderburg.

Auf Spenden und
Unterstützung angewiesen

Hans Hanusch, der seit 20 Jahren die Tafel leitet, ist ein Mann der ersten Stunde und erinnert sich: „Aus der Einwohnerschaft wurde der Wunsch geäußert, die Tafel für Bedürftige zu gründen. Nach stotterndem Start und wechselnder Unterkunft landete die Tafel vor zehn Jahren im heutigen Gebäude, das der Gemeinde Kiefersfelden gehört. Unterstützung dabei erfährt die Tafel vor allem von der Gemeinde Kiefersfelden, der beiden Kirchen in Kiefersfelden und Oberaudorf sowie vielen privaten und geschäftlichen Spendern. Auch die Aktion „Aufwind“ durch die Sparkassenstiftung unterstützt die Tafel immer wieder und das alles ermöglicht, neben der wichtigen Warenabgabe, auch weitere notwendige, hygienische Umbaumaßnahmen, die bereits im kommenden Frühjahr beginnen sollen.

Auf Nachfrage zur Finanzierung der Tafel teilte deren Leiter allerdings mit, „dass die Gemeinde Oberaudorf die Tafel nicht unterstützt, obwohl auch von dort eine Vielzahl Hilfsbedürftiger kommt, die mit dem evangelischen Gemeindebus zum Warenempfang am Donnerstag gebracht werden. Gespräche darüber sind im Sande verlaufen“, so der Tafel-Leiter Hans Hanusch. hko

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