Lange Jahre dümpelte das ursprünglich einmal als Ort der Heimatgeschichte konzipierte „Blaahaus“ so vor sich her, bis die Gemeinde mit der Neukonzeption „Vom Heimatmuseum zum Industriemuseum“ das denkmalgeschützte Haus wiederbelebte.
Nach umfangreichen Umbauten und einer komplett neuen Ausrichtung auf die Industriegeschichte mit interaktiver Erlebniswelt und lebendiger Kultur lassen die Besucherzahlen seit der Eröffnung Ende 2024 eine deutliche und positive Wende erkennen; rund eine halbe Million Euro flossen bisher in die Neugestaltung des Museums. Das vergangene Jahr war voller künstlerischer Vielfalt: Auf Ausstellungen bekannter Künstler folgte eine Zeitreise mit Figuren aus dem „Kieferer Kasperltheater“ und handgemalten Kulissen, dazu wurden Schwemmholz und Wurzelwerk aus dem Inn zu kleinen und großen Kunstwerken verarbeitet.
Ein fester Ankerpunkt im Dorfleben war das traditionelle Kirta-Fest im Oktober, das der Trachtenverein Grenzlandler alljährlich direkt am Blaahaus ausrichtet; der neue, sehr erfolgreiche Kieferer Dorfadvent mit Marktständen rund ums Blaahaus und einem stimmungsvollen Programm im Inneren mit Stubnmusik, Schattentheater der Heimatbühne und Weihnachtsgeschichten von Hans Wildfeuer rundete das Jahr ab. Auch das Programm für das erste Halbjahr 2026 verspricht mit einem künstlerischen Doppelschlag zu Brauchtum und Fasnacht erneut große Bandbreite.hko