Es geht voran

von Redaktion

2025 war ein Jahr mit wichtigen Entscheidungen für Wohnen, Infrastruktur und Familien, begleitet von einem sehr aktiven Vereins- und Kulturleben. In diesem Jahr stehen nun Umsetzung und Vertiefung vieler Projekte an.

Baugebiet „Rotter Feld“

Mit dem Baugebiet „Rotter Feld“ reagiert die Gemeinde direkt auf den angespannten Wohnungsmarkt im Ort. Noch ist es ein grünes Feld, doch seit Herbst 2025 laufen die Erschließungsarbeiten, damit in diesem Jahr die Ausschreibung und der Verkauf der Grundstücke sowie erste Bauvorhaben starten können. Etwa die Hälfte der Bauplätze wird im Einheimischenmodell zu reduzierten Preisen vergeben: „Wir möchten insbesondere Einheimischen und jungen Familien Eigentum vor Ort ermöglichen“, betont Bürgermeister Daniel Wendrock.

Geförderte und frei finan-

zierte Wohnenprojekte

Der Mittelteil des Gebiets ist für mehrgeschossigen Wohnungsbau mit Sozialbindung vorgesehen. Ein Bauträger soll dort Wohnungen schaffen, von denen ein Teil ebenfalls im Einheimischenmodell vergeben und ein weiterer Teil zu vergünstigten Mieten angeboten wird, während die verbleibenden Flächen frei vermarktet werden. Insgesamt setzt die Gemeinde damit bewusst auf eine Mischung aus gefördertem, ortsgebundenem und frei finanziertem Wohnen.

Der Gemeinderat wird sich in diesem Zuge auch mit Planungen zu einem Einzelhandelsstandort beschäftigen. Die Firmen Lidl (Discounter) und Rossmann (Drogerie) haben bereits Interesse am Standort Rott am Inn bekundet.

Parallel dazu hat der Gemeinderat 2025 eine neue Spielplatzsatzung auf den Weg gebracht. Trotz der Änderung der bayerischen Bauordnung, die die allgemeine Spielplatzpflicht bei Neubauten streicht, führt Rott am Inn diese Pflicht kommunal wieder ein: Bei Bauvorhaben mit mehr als fünf Wohneinheiten muss künftig ein Spielplatz geschaffen oder eine Ablöse von 30.000 Euro bezahlt werden. Ziel ist es, echte Spielflächen zu sichern und kinderfreundliche Quartiere zu fördern, auch wenn Kritiker höhere Kosten und zusätzliche Bürokratie befürchten. Für dieses Jahr ist zu erwarten, dass diese Regelungen in konkreten Bauprojekten erstmals „Praxis-Test“ haben – sowohl im „Rotter Feld“ als auch bei Nachverdichtungen und größeren Wohnanlagen im Bestand.

Kommunale Planungen

Neben der Wohnraumentwicklung arbeitete der Gemeinderat an der kommunalen Wärmeplanung. In einem umfassenden Konzept wurden Bestandsdaten erhoben und Szenarien für eine klimafreundliche Wärmeversorgung entwickelt, etwa über potenzielle Wärmenetze im Ortskern oder den stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien. Diese Planungen sind Grundlage dafür, dass Hauseigentümer und Investoren in den kommenden Jahren mehr Planungssicherheit bei Heizungssanierungen und Neubauten erhalten.

Weitere Sitzungen drehten sich um klassische Infrastrukturthemen. Dazu zählen die Sanierung der Kläranlage, Straßen- und Wegebaumaßnahmen sowie kleinere Maßnahmen im Bereich der innerörtlichen Entwicklung, etwa im Bahnhofsbereich. Für dieses Jahr ist damit zu rechnen, dass einzelne Maßnahmen aus der Wärmeplanung in konkrete Projekte übersetzt werden – beispielsweise Förderprogramme, Beratungsangebote oder vorbereitende Schritte für mögliche Nahwärmenetze.

Buntes Ferienprogramm

Ein Lichtblick ist das Vereins- und Kulturleben, das sich im Ferienprogramm widerspiegelt. Dort werden die Aktivitäten vieler Akteure gebündelt. Feuerwehraktionen, Natur- und Bastelangebote, Sportkurse, Besuche bei Rettungsdiensten sowie kreative Workshops machten den Sommer für Kinder und Familien abwechslungsreich. Dabei trugen neben den „klassischen“ Vereinen wie ASV, Feuerwehr oder Obst- und Gartenbauverein auch kleinere Initiativen dazu bei, dass in den Schulferien kaum Langeweile aufkam. Eine Neuauflage ist auch für dieses Jahr gewiss. „Ich bin wirklich glücklich über das rege Vereinsleben und die vielen Ehrenamtlichen am Ort. Erst durch ihre Arbeit wird unsere Gemeinde zu dem lebens- und liebenswerten Ort, der er heute ist“, betont Bürgermeister Wendrock.

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