Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham geht einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Regionalentwicklung: Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Aying und Tuntenhausen tritt sie der bestehenden Öko-Modellregion Glonn bei. Damit entsteht eine erweiterte Öko-Modellregion, die künftig unter einem neuen Namen firmieren wird – über die genaue Bezeichnung wird noch entschieden.
Die Initiative zum Beitritt kam von der Öko-Modellregion Glonn, die alle angrenzenden Kommunen zur Teilnahme eingeladen hatte. Die positive Resonanz aus Aying, Tuntenhausen und Feldkirchen-Westerham führte nun zur offiziellen Erweiterung.
Zeichen für ökologische
Landwirtschaft
Die Verwaltungsgemeinschaft Glonn und die drei neuen Mitgliedsgemeinden setzen damit ein starkes Zeichen für mehr ökologische Landwirtschaft, regionale Vermarktung und zukunftsfähige Ernährungskonzepte.
„Mit dem Beitritt zur Öko-Modellregion schaffen wir konkrete Möglichkeiten, die regionale Landwirtschaft zu stärken und nachhaltig auszurichten“, betont
Bürgermeister Johannes Zistl. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte, insbesondere die rund 30 Biobetriebe in unserer Gemeinde, können direkt von den Förderungen und der Vernetzung profitieren.“
Ein zentrales Element der ÖMR-Arbeit ist die sogenannte Kleinprojekteförderung. Hier können regionale Initiativen zur ökologischen Landwirtschaft oder Verarbeitung sowie zur Bewusstseinsbildung bis zu 50 Prozent der Projektkosten gefördert bekommen.
Investition mit Mehrwert
Die jährlichen Kosten für die Gemeinde Feldkirchen-Westerham belaufen sich auf etwa 5.000 bis 6.000 Euro. Der Großteil der Gesamtkosten der erweiterten Modellregion wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten getragen. Ein lohnender Einsatz, wie Gemeinderat und Verwaltung finden: „Es handelt sich um eine Investition in unsere Zukunft, in unsere Ernährung und in die Lebensqualität vor Ort“, so eine Stimme aus dem Gemeinderat, der dem Beitritt in der Sitzung im Mai 2025 zugestimmt hatte. 2026 fließen bereits 50.000 Euro Fördermittel in die Öko-Modellregion Glonn-Mangfalltal-Aying, wovon erstmals auch Biobetriebe aus Feldkirchen-Westerham profitieren können. Neun Projekte haben das Auswahlgremium zu Jahresbeginn überzeugt und eine Förderzusage erhalten. Unterstützt werden Investitionen in Hofinfrastruktur und Technik ebenso wie Projekte zur Stärkung der Direktvermarktung. Auch Vorhaben, die ökologische Landwirtschaft für Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen, sind dabei. Ziel der Förderung ist es, regionale Bio-Wertschöpfungsketten auszubauen und das Bewusstsein für heimische Bio-Lebensmittel zu stärken. Gleichzeitig profitiert das örtliche Handwerk, da zahlreiche Aufträge an regionale Betriebe vergeben werden.
Das Förderprogramm für Öko-Kleinprojekte wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) finanziert. Jede der 35 staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern erhält dafür jährlich 45.000 Euro. Die beteiligten Kommunen steuern jeweils weitere 5.000 Euro bei. In der Öko-Modellregion Glonn-Mangfalltal-Aying sind dies die Gemeinden Feldkirchen-Westerham, Tuntenhausen, Glonn, Egmating, Oberpframmern, Moosach, Baiern, Bruck und Aying. Gefördert werden Kleinprojekte mit Gesamtkosten zwischen 1.000 und 20.000 Euro. Bis zu 50 Prozent der Nettokosten können dabei übernommen werden.
Die bewilligten Projekte müssen bis September 2026 umgesetzt sein, erst danach erfolgt die Auszahlung. Die nächste Antragsrunde startet im Herbst 2026. Wer eine Projektidee hat, sollte frühzeitig mit der Planung beginnen. Das Projektmanagement der Öko-Modellregion berät interessierte Betriebe.kl