Um das Baugebiet „West III“ möglichst energieeffizient und ressourcenschonend mit Energie versorgen zu können, stellte das Institut für Energietechnik (IfE) im Gemeinderat ein Quartierskonzept vor. Dabei wurden unterschiedliche Lösungen bezüglich Aufwand, Kosten und Nutzen beleuchtet.
Für das Baugebiet ergebe sich ein Gesamtwärmebedarf von 400.000 kWh pro Jahr, wobei den Großteil die Raumwärme ausmacht. Damit könnten die 15 Einfamilienhäuser, 26 Reihenhäuser und Doppelhäuser sowie fünf Mehrfamilienhäuser beheizt werden.
Hier stellte das IfE unterschiedliche Wege vor. So sei ein eigenständiges Wärmenetz mit Hackgut beziehungsweise Pellets für das Gesamtgebiet genauso möglich wie der Anschluss an das bestehende Nahwärmenetz. Auch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie dezentrale Lösungen wurden als Vergleich herangezogen.
Im Variantenvergleich zeigte sich: Für ein eigenständiges Wärmenetz könnten Kosten in Höhe von circirca 1,3 Millionen Euro auf die Gemeinde zukommen. Der Anschluss an das bestehende Wärmenetz zeigte sich mit etwa 900.000 Euro als kostengünstigste Lösung. Für beide Varianten ließe sich mit einer Förderung rechnen. Als Gesamtlösung seien mit einer Wärmepumpe die höchsten Kosten zu erwarten, mit circa 1,5 Millionen Euro. Bei den dezentralen Varianten sei mit 1,1 Millionen Euro bis hin zu zwei Millionen Euro zu rechnen. Auch im Betrieb wäre der Anschluss an das bestehende Nahwärmenetz am günstigsten. Die dezentralen Lösungen liegen bei den Kosten im Betrieb über den zentralen Varianten.jof