Wenn Trauer auf Arbeitsalltag trifft

von Redaktion

So gelingt die Rückkehr in den Job

Für viele ist die beste Hilfe nicht Mitleid, sondern Klarheit. Ein kurzes Gespräch mit der Führungskraft oder der Personalabteilung kann reichen: „Ich komme wieder, aber ich brauche für zwei Wochen weniger Termine“, „Bitte keine Präsentationen“, „Ich arbeite vorerst halbtags“ oder „Ich brauche Homeoffice-Tage“. Gute Betriebe ermöglichen solche Übergänge.

Kollegen wiederum müssen keine perfekten Worte finden. Es reicht völlig, zu sagen „Es tut mir leid“. Hilfreich ist auch die kurze Frage „Willst du kurz darüber reden oder lieber nicht?“ Damit gibt man dem Betroffenen Kontrolle zurück. Unangenehm sind dagegen Sätze, die Druck machen, wie „Du musst stark sein“, oder den Verlust wegschieben.

Und: Trauer tritt meist in Wellen auf. Jahrestage, Geburtstage, der erste Arbeitstag nach der Beerdigung – das sind typische Trigger. Ein unaufdringliches Zeichen dafür, dass man heute an den Betroffenen denkt, kann mehr bedeuten als jeder große Auftritt. So bekommt Trauer auch im Job einen Platz, ohne den Alltag zu sprengen – und genau das hilft vielen Trauernden, Schritt für Schritt wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

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