Kiefersfelden schafft Wohnraum für seine Bürger. Beim Wohnungsbau legt Rathauschef Hajo Gruber den Focus auf Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und wartet mit konkreten Zahlen auf. So ist im „Pfarrer-Gierl-Weg“ ein Wohnkomplex in der Dorfmitte mit 20 Wohneinheiten vorgesehen.
Das Besondere daran: Die Hälfte der Wohnungen ist für einkommensschwächere Familien bestimmt und hierfür hat die Gemeinde das Vergaberecht. Nicht nur für den Bürgermeister „eine wichtige Angelegenheit für unsere Gemeinde“. Er sieht mit diesem Projekt „einen wesentlichen Beitrag zur Innenverdichtung des Ortes mit Wohnraum, der dazu noch bezahlbar, barrierefrei und für Senioren geeignet ist, „da schaffen wir Wohnraum in bester Verkehrslage“. Auch die Verabschiedung der Dachgaubensatzung schafft „Wohnraum für etwa 800 Personen zu bezahlbaren Preisen und wird immer öfter nachgefragt. Wir haben zwischenzeitlich schon etliche Verfahren positiv beschieden.“
Wichtige
Investitionen
Bei den Zukunftsinvestitionen sei die Gemeinde weit voraus, zum Beispiel bei der Kanalsanierung, die man sich rund 2,5 Millionen Euro kosten lässt. Beim Neubau des Feuerwehrhauses wurden mehr als sechs Millionen Euro bereitgestellt und dazu noch eine Drehleiter angeschafft. Auch für die Feuerwehr im Ortsteil Mühlbach steht eine Ersatzbeschaffung für ein Einsatzfahrzeug heuer an. Beim Breitbandausbau ist die Gemeinde gut aufgestellt und Ziel ist es, bis zum Jahre 2027 im Kerngebiet den Glasfaserausbau abzuschließen. Hinzu kommen fest geplante Vorhaben beim Ausbau der Gemeindestraßen, der Kanalsanierungen und Investitionen ins gemeindliche Klärwerk, sowie in Gas- und Wasserkraft.
Problemfeld Verkehr
Mit Unmut wird der zunehmende Verkehr auf Kiefersfeldens Straßen in der Gemeinde aufgenommen. Grenzkontrollen-Ausweichverkehr sowie Tiroler Lkw-Dosiermaßnahmen belasten das Dorf immer mehr. Hilfe aus Berlin oder München ist nicht in Sicht und so muss die Gemeinde eigene Wege gehen, um die Lebensqualität ihrer Bürger zu erhöhen. Tempo 30 für gemeindeeigenen Straßen sind schon Fakt und weitere, umfassende neue Verkehrsregelungen für den innerörtlichen Bereich in Planung oder in der Diskussion.
Vereine in Feierlaune
Der Erhalt von Kultur und Gemeinsamkeit wird großgeschrieben. Jubiläen wurden gefeiert, wie 120 Jahre Trachtenverein „Grenzlandler“ oder das große Fest „75 Jahre Heimatbühne“. Weit über die Gemeindegrenzen hinaus geht der Ruf der Ritterschauspiele und wenn Heimatbühne, Musikkapelle oder Grenzlandler einladen, bleibt das nicht ungehört. In den Vereinen hat die Jugendförderung Priorität und die Geselligkeit wird dabei nicht vergessen. So tummeln sich in den örtlichen Vereinen Welt-, Europa- und deutsche Meister, die den Namen der Region weit über ihre Grenzen hinaustragen. Die Gemeinde fördert diese Aktivitäten mit jährlichen Zuschüssen und weiteren Beiträgen. hko