Nicht ohne mein Auto

von Redaktion

Studie: 83 Prozent wollen keinesfalls auf ein Fahrzeug verzichten

Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich ohne Auto sehr eingeschränkt – sowohl im täglichen Leben als auch bei der Freizeitgestaltung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Online-Fahrzeugmarktes mobile.de, zu der Menschen befragt wurden, die in der Stadt oder auf dem Land leben. 83,1 Prozent können sich überhaupt nicht vorstellen, künftig auf ihr Auto zu verzichten. Im Gegenteil: Es wird für die persönliche Mobilität immer wichtiger.

Dass die Menschen auf dem Land, also in Gebieten ohne U-Bahn- oder Straßenbahnnetz, auf ein Auto angewiesen sind, ist nachvollziehbar. Dies ergab die Umfrage sehr deutlich: 91,1 Prozent sagten, dass sie nicht gänzlich auf ihr Auto verzichten wollen. Nur etwa jeder Zehnte – konkret sind es 11,6 Prozent – gab an, für Arztbesuche, den Wocheneinkauf und ähnliche Erledigungen kein Auto zu benötigen.

Aber auch in Städten, wo laut einer Statista-Untersuchung im Jahr 2024 immerhin 77,9 Prozent der deutschen Bevölkerung leben, wollen trotz öffentlichem Personennahverkehr und Deutschlandticket 74 Prozent nicht gänzlich auf ihr Auto verzichten. Deutlich abgeschlagen in Städten sind bei der annähernd täglichen Nutzung das Fahrrad (13 Prozent) und der öffentliche Personennahverkehr (19 Prozent).

Die Orientierung am Auto zeigt sich bei einem weiteren Punkt der Umfrage: 19,2 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits mehrfach auf eine berufliche Chance verzichtet haben, weil der Arbeitsweg ohne Auto zu umständlich gewesen wäre. Der Wohnort hatte bei dieser Frage keinen Einfluss, Stadt- und Landbevölkerung antworteten mit gleicher Häufigkeit.Noch deutlicher wird die Bedeutung des Autos bei der Freizeitgestaltung. Während auf dem Land oder in Kleinstädten 88,5 Prozent der Menschen ohne ein Auto keine zufriedenstellende Freizeitgestaltung mehr hätten, ist die Lage in Städten nicht gravierend anders. Dort gaben immerhin 78,4 Prozent der Befragten an, sich ohne eigenen Pkw in ihrer Freizeit stark oder zumindest etwas eingeschränkt zu fühlen. Nur jeder Fünfte der Stadtbewohner sagte, dass er auch in der Freizeit gut auf das Auto verzichten könne.

Übrigens lassen viele jüngere Menschen eine emotionale Nähe zum Auto deutlich werden. Laut der Continental Mobilitätsstudie sehen 54 Prozent der 18- bis 34-Jährigen das Auto als Statussymbol. VOLKER PFAU

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