Wie zu Hause fühlen sich die Deutschen?

von Redaktion

Ruhe, Entspannung und Sicherheit stehen an erster Stelle

Das Zuhause ist so viel mehr als nur ein Ort. Es ist vor allem ein positives Gefühl, das durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Und nicht selten besteht zwischen Wunsch und Wirklichkeit eine Diskrepanz: Was sind die Hoffnungen und Erwartungen an das Zuhause, und wie sieht die Realität aus? Für acht von zehn Menschen in Deutschland (83 Prozent) stehen Ruhe und Entspannung an erster Stelle. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Baufinanzierers Dr. Klein. Auch Sicherheit und Geborgenheit (80 Prozent) sowie die Möglichkeit, sich zurückziehen zu können (79 Prozent), spielen demnach eine wichtige Rolle.

Kompromissbereitschaft erforderlich

Doch gerade bei diesen bedeutsamen Faktoren weicht die Realität von der Idealvorstellung ab: Lediglich 73 Prozent empfinden ihre aktuelle Wohnsituation als ruhig und entspannt. Derselbe Unterschied zeigt sich bei Sicherheit und Geborgenheit (70 Prozent). Knapp drei Viertel sehen ihr Zuhause als Rückzugsort, das ist eine Differenz von fünf Prozent. „Der Wohnungsmarkt ist sehr angespannt. Immer mehr Menschen müssen zu Kompromissen bereit sein. Das führt zu einer gewissen Diskrepanz zwischen der ursprünglichen Traumvorstellung und der tatsächlichen Wohnsituation“, erklärt Matthias Kruse von Dr. Klein in Norderstedt.

Je kleiner der Wohnort,
desto größer die Zufriednheit

Wer in den eigenen vier Wänden lebt, fühlt sich mehr zu Hause (93 Prozent) als diejenigen, die zur Miete wohnen (77 Prozent). Dabei ist der Besitz der selbst genutzten Wohnimmobilie für das Zuhause-Gefühl umso relevanter, je kleiner der Wohnort ist. Fast zwei Drittel derjenigen, die in einer Kleinstadt oder einem Dorf wohnen, geben an, dass die eigenen vier Wände für sie wichtig sind, um sich zu Hause zu fühlen. In Großstädten geht es nur knapp der Hälfte so. Unterschiedliche Sichtweisen gibt es diesbezüglich auch im Osten und Westen sowie unter Männern und Frauen. So präferieren 58 Prozent der Westdeutschen Wohneigentum, in Ostdeutschland sind es nur 49 Prozent. Und während die eigenen vier Wände für gut jede zweite Frau wichtig sind, sind sie es für 60 Prozent der Männer. Djd

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