Vom Faschingstreiben bis zur Musikantenwallfahrt auf den Petersberg: Viele Feste und Aktivitäten kommen aus der Dorfgemeinschaft heraus. Bestens verkörpert wird dieses Engagement auch durch das Volkstheater Flintsbach, das im März vergangenen Jahres auf 350 Jahre Theatergeschichte zurückblickte (Foto). Das Theater zieht sich wie ein roter Faden durch diese dreieinhalb Jahrhunderte. Besonders deutlich wird das auch an der Tatsache, dass es die Bürger selbst waren, die 1948 ihr Theaterhaus für 6.000 Mark erwarben. Man muss es sich bewusst vor Augen halten: 1948, das war kurz nach der Währungsreform, und jeder Bürger in den westlichen Besatzungszonen hatte ein Startgeld von gerade mal 40 Mark erhalten. Das Theaterhaus, man kann es ohne Übertreibung sagen, haben sich die Flintsbacher damals buchstäblich vom Munde abgespart: ein starker Beweis dafür, wozu Bürgersinn in der Lage ist.jt