Nach Blitz und Flut: Flintsbach saniert seine Wahrzeichen

von Redaktion

Am 13. August 2024, abends, fünf Minuten nach sieben, hätte Flintsbach fast sein zweites Wahrzeichen verloren: den Kirchturm. Wenige Wochen zuvor war bei dem großen Junihochwasser bereits die Wallanlage der Burg zum Teil zerstört worden. An jenem Augustabend schlug dann auch noch ein Blitz in den Kirchturm ein: Dessen hölzerne Innenbauten, das zeigten die Schmauchspuren über die ganze Höhe der Innenfassade hinweg, hätten leicht in Flammen aufgehen können.

Erste Schäden
behoben

Das vergangene Jahr war davon geprägt, die Schäden wieder gut zu machen. Beim Kirchturm war das ganz offensichtlich: Er war lange Zeit eingerüstet, wenn das auch nicht die unmittelbare Folge des Blitzeinschlags war. Ihn äußerlich wieder auf Vordermann zu bringen, auch das Turmkreuz zu erneuern, hatte die Kirchenverwaltung seit Langem geplant. Hier konnten sozusagen zwei Vorhaben in einem erledigt werden. Auch bei der Burg schritten die Bauarbeiten voran. Die Gemeinde wandte viel Energie auf, für diese notwendigen Sanierungen der Burgmauer Gelder zu generieren. Über 468.000 Euro kommen vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. „Es war der Einsatz des ganzen Netzwerkes nötig, das sich schon seit Jahren um den Erhalt der Burg bemüht“, so sagt Bürgermeister Stefan Lederwascher. Er dankt deshalb ausdrücklich Landrat Otto Lederer, dem Landtagsabgeordneten Sebastian Friesinger und Staatsminister Markus Blume. Im Frühjahr, nach der Frostperiode, können die Arbeiten beginnen. Voruntersuchungen des Mauerwerks gab es bereits im vergangenen Jahr.

Abgeschlossen werden konnten die Arbeiten, die nötig waren, um etwa die Kirche auf dem Petersberg wieder uneingeschränkt zugänglich zu machen. Dabei wurde nicht einfach nur der alte Zustand der Wege wieder hergestellt. Um Schäden bei künftigen Starkregenfällen zu verhindern, wurden weitere Baumaßnahmen ergriffen. Ein Beispiel: Oberhalb der Burg und der Maria-Schnee-Kapelle wurde das Wasser durch zwei Rohre unter dem Weg hindurchgeführt. Die Rohre hatten jahrzehntelang ausgereicht, waren bei den Sturzfluten vom Juni 2024 aber überlastet. Jetzt ist dort eine Art Brückenbauwerk mit einer Furt angelegt, unter dem größere Wassermengen als zuvor abfließen können.jt

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