Wer über Erben und Vererben spricht, denkt oft zuerst an Paragraphen, Steuerfreibeträge oder Vertragswerke. Felix Kunz von der meine Volksbank Raiffeisenbank eG setzt an einem anderen Punkt an. Im Rahmen des OVB Expertenforums machte er deutlich: „Das Entscheidende sind Sie als Menschen.“ Fachwissen sei wichtig – doch bevor es um Details gehe, müsse geklärt werden: Wer sind Sie? Was haben Sie? Und was haben Sie vor?
Kunz ist im Bereich Generationenberatung tätig und begleitet Kundinnen und Kunden dabei, Kapital strukturiert an die nächste oder sogar übernächste Generation weiterzugeben. Dabei gehe es nicht nur um Vermögenshöhe oder Produktlösungen. „Es geht um Menschen – und es geht ums Kapital“, fasste er zusammen. Beides müsse zusammen gedacht werden.
Probesterben als
wichtiger Indikator
Ein zentrales Instrument in seiner Beratung ist das sogenannte „Probesterben“ – ein gedankliches Durchspielen des Ernstfalls. „Was passiert, wenn ich morgen nicht mehr aufwache?“ Diese Frage stelle sich kaum jemand gern. Doch wer sie ehrlich durchdenke, erkenne schnell, wo Handlungsbedarf bestehe. Viele Regelungen seien bereits vorhanden – Vollmachten, Verträge oder letztwillige Verfügungen. Oft seien sie jedoch veraltet oder nicht aufeinander abgestimmt. Genau hier setzt die strukturierte Analyse an.
Kunz spricht bewusst vom „Maßanzug“ als Bild für eine gelungene Nachfolgeplanung. Standardlösungen seien selten passend. „Das Konzept soll sitzen. Nicht 08/15, sondern auf Sie zugeschnitten.“
Dazu gehöre auch, persönliche Herzensangelegenheiten offen anzusprechen. Manchmal seien es Projekte, Werte oder soziale Zwecke, die berücksichtigt werden sollen – Aspekte, die in rein finanziellen Betrachtungen schnell untergehen.
Im Zusammenspiel mit Steuerberatern, Rechtsanwälten und weiteren Fachleuten entsteht so ein ganzheitliches Konzept. Erst wenn Ziele und Wünsche klar formuliert sind, gehe es darum, Verträge konkret auszugestalten.
„Mit einer Information kann ich umgehen. Mit einer klaren Entscheidung erst recht“, sagte Kunz. Wer frühzeitig strukturiert plane, schaffe Klarheit – für sich selbst und für die Familie.
Mit Stiftungen
Vermögen lenken
Dabei betonte er: Die Vermögenshöhe sei zweitrangig.
„Es ist mein Vermögen – und es macht Sinn, sich damit zu beschäftigen.“ Auch Stiftungen seien längst kein Thema nur für Multimillionäre. Wer keine direkten Erben habe oder einen besonderen Zweck verfolgen wolle, finde hier sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten.
Für Leserinnen und Leser, die ihre Vermögensnachfolge strukturiert, individuell und mit einem klaren Plan angehen möchten, bietet Felix Kunz gemeinsam mit seinem Team der meine Volksbank Raiffeisenbank eG eine fundierte Generationenberatung – mit regionaler Nähe und persönlicher Begleitung.