Frauenpower im Wald

von Redaktion

Bayern setzt auf Botschafterinnen

Im Rahmen des europäischen Projekts „Fem2forests“ wurden 24 Frauen aus neun Ländern zu Botschafterinnen für forstliche Berufe ausgebildet. Für Bayern engagieren sich Johanna Gierl, Revierleiterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Cham, und Kerstin Seitz, Mitarbeiterin in der Internen Revision der Bayerischen Staatsforsten. Beide sind ehemalige Bayerische Waldköniginnen und bringen ihre berufliche Erfahrung sowie ihre Leidenschaft für den Wald ein, um junge Frauen für den Forstberuf zu begeistern.

Frauen für
Forstberufe begeistern

Anfang Dezember startete in Bayern die nationale Umsetzung des Botschafterinnenprogramms mit einem Workshop. Zentrales Ziel ist die Erarbeitung eines Handlungsleitfadens für Praktikumsbetreuer sowie Ausbildende. Dieser soll aufzeigen, wie junge Frauen im forstlichen Arbeitsumfeld gezielt unterstützt werden können. Neben einem respektvollen Umgang, der Anerkennung von Fähigkeiten und Fertigkeiten werden auch praktische Aspekte berücksichtigt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Girls‘ Day am 23. April 2026. Wichtig ist dabei, dass die Schülerinnen den Arbeitsalltag einer Försterin unmittelbar kennenlernen und selbst kleine Aufgaben übernehmen können, beispielsweise im Rahmen einer Pflanzaktion.

Vielfältige Einblicke in
einen spannenden Beruf

Johanna Gierl erklärt: „Für unseren Nachwuchs möchte ich mich engagieren. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen sehen, wie vielfältig und toll der Beruf ist. Wir möchten möglichst verschiedene Eindrücke geben. Es wäre schön, wenn eine den Beruf dadurch für sich entdeckt.“ Bei der Aktion „Försterinnen im Hörsaal“, die im vergangenen Semester mit großem Erfolg vom Projektteam initiiert wurde, präsentieren die Botschafterinnen im kommenden Herbst ihren persönlichen Berufsweg. Dabei treten sie als Vorbilder in den direkten Austausch mit Forststudentinnen. Kerstin Seitz betont: „Frauen fühlen sich dem Forstberuf eher verbunden, wenn sie sehen, dass bereits viele Frauen in diesem Bereich tätig sind.“ LWF Bayern

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