Anfang März startete in Bayern die Agrarstrukturerhebung 2026. Dafür werden rund 13.900 landwirtschaftliche Betriebe angeschrieben, die im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe ausgewählt wurden. Die Erhebung ist nach 2023 die zweite große statistische Untersuchung im Agrarbereich in diesem Jahrzehnt. Ziel ist es, ein aktuelles Bild der bayerischen Landwirtschaft zu gewinnen und Entwicklungen sichtbar zu machen, die für Politik und Öffentlichkeit von besonderem Interesse sind.
Im Mittelpunkt: Fragen zum Strukturwandel
Wie entwickeln sich die Pachtpreise für Ackerland? Wie viele Arbeitskräfte sind in der Landwirtschaft tätig? Welche Rolle spielen Bewässerung, ökologischer Landbau und Bodenmanagement? Außerdem geht es um Viehbestände sowie um Haltungsverfahren bei Rindern und Schweinen. Auch Eigentums- und Pachtverhältnisse sowie der Einsatz von Wirtschaftsdünger werden in der Erhebung erfasst. Die Erhebung soll damit wichtige Grundlagen für agrarpolitische Entscheidungen und die öffentliche Diskussion liefern.
Nutzung vorhandener
Verwaltungsdaten
Weil das Bayerische Landesamt für Statistik den Aufwand möglichst gering halten will, stammen Angaben zur Bodennutzung aus dem Mehrfachantrag für Fördermaßnahmen, Daten zu Rinderbeständen aus dem Tierinformationssystem HIT. Neu ist 2026 die Nutzung der Weinbaukartei, aus der Rebflächen von Weinbaubetrieben übernommen werden. Alle Angaben unterliegen der statistischen Geheimhaltung.
Erste Eckzahlen zur Entwicklung der Landwirtschaft in Bayern sollen im Januar 2027 veröffentlicht werden. Die endgültigen Ergebnisse folgen dann ab Frühjahr 2027 schrittweise nach den verschiedenen Themenbereichen.