Immobilien ABC: Injektionsharz

von Redaktion

Es ist eines der zahlreichen Wunder der Natur: Wenn die Rinde eines Nadelbaums verletzt wird, tritt automatisch Harz aus und verschließt die Wunde. Wie auch bei vielen anderen Fällen nimmt sich hier der Mensch bei der Entwicklung neuer Methoden ein Beispiel. So wird etwa im Bauwesen in bestimmten Fällen Injektionsharz in Wände und Decken gefüllt – über zuvor gebohrte Löcher und mithilfe von Handpresspistole oder Injektionspumpe.

Die Füllung ist zwar kein natürliches Baumharz, sondern ein synthetisch hergestelltes Kunstharz. Die Funktion ist allerdings sehr ähnlich: Das speziell für das Bauwesen entwickelte Reaktionsharz soll Risse in Beton oder Mauerwerk verpressen und abdichten, Strukturen stärken und Feuchtigkeit stoppen.

Die Produkte bestehen aus zwei Komponenten (Harz und Härter), die bei der Injektion eine chemische Reaktion eingehen und aushärten. Auch hier bestehen Ähnlichkeiten zur Natur: Beim natürlichen Hartwerden verdunsten an der Luft die ätherischen Öle (Terpene) im Harz. Dadurch wird die klebrige Masse fest, spröde und bildet eine harte Schutzschicht. Ck

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