von Redaktion

Nach zehn Jahren wirkt das InnCarrée noch immer wie am ersten Tag. Gemeinsam mit seinem Sohn Anton, der in die Verwaltung eingestiegen ist, kümmert sich Alfons Wimmer täglich um das Gebäude. „Wenn du als Besitzer nicht selbst dahinterstehst und schaust, dann machen dir die Mieter das Gebäude kaputt“, sagt er gewohnt direkt. „Die Qualität zu erhalten ist mindestens genauso schwierig wie etwas aufzubauen.“

Ausstellungsraum, Netzwerk, Treffpunkt

Für die regionale Handwerksszene ist das InnCarrée inzwischen alles zugleich: Ausstellungsplattform, Netzwerk und Treffpunkt. Es ist genau so entstanden, wie Wimmer es sich vorgestellt hatte – ein Ort, in dem man sich wohlfühlt und immer wieder etwas Neues entdeckt. „Und deshalb habe ich gesagt, wenn ich irgendwann einmal das schaffe, dass die Schreinerei gut dasteht, muss ein Ausstellungshaus für das Handwerk gebaut werden. Das habe ich mir als Lehrling schon geschworen“, erinnert er sich. Es war ihm immer wichtig, dass die Besucher nicht nur Produkte sehen, sondern auch die Menschen dahinter kennenlernen können. Das Konzept verbindet Handwerk, Architektur und Begegnung auf eine Weise, die man selten findet.

Gefeiert wird
bayerisch

„Ich freue mich, dass wir eine gescheite Gaudi haben“, sagt Wimmer. Das Programm spiegelt die Vielfalt des Hauses wider: Konzert von Melissa Naschenweng, große Modenschau, Familientag. Das kuriose Highlight: das „KufladenRoulette“. Auf einer Wiese beim Nachbarn werden 400 Felder markiert, ein Los kostet acht Euro, ab 13 Uhr laufen dann zwei Kühe über das Feld. „Auf welches Feld die erste Kuh hinkackt, das ist der erste Preis mit 1.000 Euro“, erklärt Wimmer lachend. Es sind solche Momente, die Pioniergeist und Humor verbinden – typisch Alfons Wimmer.

Trotz all des Erreichten bleibt Wimmer bemerkenswert bescheiden. Das InnCarrée ist das Ergebnis einer klaren Idee, viel Arbeit und vieler Menschen, die an ihn und das Projekt geglaubt haben. Für Alfons Wimmer selbst gilt dabei ein einfacher Leitsatz: „Je gelassener du bleibst, umso besser ist es.“

Von Beginn an dabei:
Ming & Friends

Das Restaurant Ming & Friends gehört seit der Eröffnung zum InnCarrée. Kam Yin Cheong – genannt Ken – führt das Lokal seit 2024 weiter. Der gebürtige Hongkonger kam vor einigen Jahren auf Wunsch seines langjährigen Freundes Ming, dem Gründer des Restaurants, nach Mühldorf und übernahm zunächst die Bar. Inzwischen prägt er das Restaurant mit eigenen Ideen.

Die Küche versteht sich als asiatische Crossover-Küche mit starken thailändischen Einflüssen. Gleichzeitig entwickelt Cheong das Angebot weiter: Auf der Karte stehen heute mehr vegetarische Gerichte, dazu neue Drinks und hausgemachte Limonaden. „Wir versuchen immer wieder etwas Neues, damit es für die Gäste spannend bleibt“, sagt Cheong. Sein persönlicher Lieblingscocktail bleibt dabei ein Klassiker: der „Old Fashioned“.

Das InnCarrée schätzt er vor allem wegen seiner besonderen Atmosphäre. „Hier kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen – das macht den Ort lebendig.“ Für die kommenden Jahre wünscht er sich, dass das „Ming & Friends“ weiterhin ein Treffpunkt bleibt, an dem Gäste gutes Essen, besondere Drinks und entspannte Abende genießen können. Denn eines ist für ihn längst klar: „Ich fühle mich inzwischen fast wie verheiratet mit dem Ming & Friends.“

Gelis Café mitten
im Innenhof

Angelika Reichgruber führt seit vielen Jahren Gelis Café mitten im Innenhof des InnCarrées. Unter den großen Bäumen lädt ihr Café an sieben Tagen in der Woche zu Kaffeespezialitäten, Kuchen und kleinen Speisen in entspannter Atmosphäre ein. „Aus der Zusammenarbeit ist inzwischen eine fast familiäre Freundschaft entstanden. Man unterstützt sich gegenseitig“, sagt Reichgruber, die diesen besonderen Zusammenhalt schätzt. Es ist für sie „ein außergewöhnlicher Platz, um zusammenzukommen und sich wohlzufühlen. Nicht nur wegen des schönen Ambientes, das Alfons Wimmer geschaffen hat, sondern auch durch die liebevollen Menschen, die für eine herzliche Atmosphäre sorgen.“ Zum Jubiläum gratuliert sie herzlich und sagt: „Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der guten Zusammenarbeit.“

Seit der Eröffnung ist Herbert Hotinceanu mit seiner LHL Bürotechnik & Einrichtung GmbH Teil des InnCarrées – ein Ort, an dem sich sein Unternehmen mit Büro- und Objekteinrichtungen bestens aufgehoben fühlt: „Familiär, vertrauensvoll und zuverlässig beschreibt unsere Zusammenarbeit mit der Familie Wimmer am besten“, sagt Hotinceanu. „Kurze Entscheidungswege, die genau auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind, prägen unsere Beziehung. Wir sind Mieter der ersten Stunde und fühlen uns super wohl.“

Auch die Atmosphäre begeistert ihn: „Das einmalige Flair dieses Gebäudes passt hervorragend zu unserem Geschäftsfeld. Die tollen Räumlichkeiten schaffen für Kunden wie Mitarbeiter eine ganz besondere Stimmung.“ Besonders schätzt er zudem das gute Miteinander: „Das Zusammenspiel mit unseren gewerblichen Nachbarn, der Kulinarik und den Cafés vermittelt einfach ein heimeliges Gefühl.“

Hand in Hand

Auch Astrid Wieser, Inhaberin der Praxis „Hand in Hand“ für Ergotherapie und Physiotherapie, ist seit diesem Jahr Teil des InnCarrées. Nach intensiven Umbauarbeiten konnte sie ihre Praxis im Februar eröffnen. „Wir sind Herrn Wimmer sehr dankbar, dass wir hier unsere Praxis verwirklichen durften“, sagt Wieser. Besonders schätze sie das gute Miteinander im Haus: „Während des Umbaus und auch zur Neueröffnung haben uns die Nachbarn im InnCarrée sehr unterstützt.“ Sie freue sich auf viele weitere gemeinsame Jahre an dem Standort.

Leidenschaft fürs
Handwerk

Lisa Hertling, Inhaberin des Friseursalons „Hairtling“, hebt vor allem das besondere Miteinander hervor. „Ob mit Holz oder mit Haaren, uns verbindet die Leidenschaft für unser Handwerk“, sagt sie. Entscheidend sei für sie die Atmosphäre im Haus: „Was wir am InnCarrée so schätzen, ist dieses herzliche, familiäre Miteinander.“ Zum Jubiläum gratuliert sie und freut sich auf viele weitere Jahre guter Nachbarschaft.

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