von Redaktion

Oberflächen mit
Charakter

Ein Lieblingsholz hat Alfons Wimmer nicht, wobei er aber das afrikanische Padouk besonders mag. In seiner Schreinerei wird jedes Holz verarbeitet: „Wir haben versteinertes Holz, das ist 20 Millionen Jahre alt. Wir haben aber auch ganz neues, frisch gefälltes Holz oder Äste und Restholz. Es kommt aber nicht auf das Holz an, sondern auf die Oberflächen. Ich liebe die Oberflächen.“ Altholz mit Wurmlöchern, patinierte Kanten, abgeschliffene Ecken – das sind für ihn keine Effekte, sondern handwerkliches Bekenntnis. „Es gibt im Holzbereich nichts, was wir nicht können. Ich mach dir aus jedem Holz das Schönste, was du dir vorstellen kannst.“

Gelungener
Generationswechsel

Mit 64 hat Alfons Wimmer heuer den Betrieb an seinen Sohn Thomas übergeben – ein Schritt, der vielen Unternehmern schwerfällt, ihn aber stolz macht. Thomas‘ Weg war fast vorgezeichnet: Abitur, dann – als einer der wenigen in seinem Jahrgang – ein Handwerk erlernt. „Mir hat Basteln und Bauen schon immer Spaß gemacht. Schon als Kind habe ich gern mit Lego gespielt“, erzählt Thomas. Früh nahm ihn sein Vater oft in die Werkstatt mit, weckte Interesse für das Handwerk. Aber alles auf freiwilliger Basis: „Ich habe fünf ganz tolle Kinder, aber ich hätte nie eines gezwungen, bei mir einzusteigen“, betont Wimmer senior. „Dass Thomas die Schreinerei weiterführt, ist ein großes Glück.“

Thomas übernimmt vor allem Planung, Digitalisierung und Bereiche, in denen die Schreinerei ihre Wettbewerbsfähigkeit sichert. Der Vater bleibt in Werkstatt und auf Baustellen präsent, vor allem bei gestalterischen und handwerklichen Entscheidungen.

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