Gegen die aktuell hohen Preise an der Zapfsäule können Fahrer von Dieseln und Benzinern wenig ausrichten. Auf den eigenen Verbrauch haben sie durchaus Einfluss. Hier einige Möglichkeiten, um Kosten fürs Tanken zu senken.
Tempo: Ein hohes Einsparpotenzial bietet der Verzicht auf hohe Dauergeschwindigkeiten und heftige Beschleunigungsmanöver. Gerade auf der Autobahn steigt der Verbrauch mit dem Tempo überproportional. Wer mit Augenmaß unterwegs ist, kommt oft deutlich günstiger ans Ziel. Das gilt auch im Stadtverkehr: Starkes Beschleunigen und spätes Bremsen kosten unnötig Sprit.
Kurzstrecken: Solange der Motor noch nicht seine Betriebstemperatur erreicht hat, liegt der Verbrauch auf kurzen Strecken deutlich höher als auf längeren Fahrten. Fahrrad, Bus oder der Gang zu Fuß sind oft die bessere Wahl.
Schalten: Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe hilft frühes Hochschalten beim Spritsparen. Moderne Motoren kommen meist schon bei niedrigen Drehzahlen gut zurecht. Wer den Motor nicht unnötig hochdreht, spart oft ohne Komfortverlust.
Vorausschauen: Wer früh erkennt, dass vor ihm eine rote Ampel, ein Stauende oder eine Tempobegrenzung kommt, nimmt rechtzeitig den Fuß vom Gas und lässt das Fahrzeug ausrollen.
Start-Stopp: Eine Start-Stopp-Automatik kann im Stadtverkehr unnötigen Leerlauf vermeiden. Bei älteren Fahrzeugen ohne diese Technik kann es sich lohnen, den Motor bei längeren Wartezeiten manuell abzustellen.
Elektrische Verbraucher: Klimaanlage, Heckscheibenheizung, Sitzheizung oder Gebläse erhöhen die Last im Fahrzeug und damit oft auch den Verbrauch. Deshalb sollte man solche Systeme gezielt und nicht länger als nötig nutzen.
Reifen: Ein zu niedriger Luftdruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Zudem steigt der Verschleiß.
Ballast: Schwere Gegenstände im Kofferraum kosten ebenso Kraftstoff wie Dachboxen oder ungenutzte Dachträger.
Tanken: Laut ADAC liegen die Kosten für Benzin und Diesel zwischen 19 und 20 Uhr niedriger, auch von 17 bis 18 sowie zwischen 21 und 22 Uhr ist Kraftstoff vergleichsweise billig. Am teuersten ist es morgens kurz nach 7 Uhr für gut eine Stunde.
Danach sinken die Preise in Wellenbewegungen bis in den Abend. HOLGER HOLZER/SP-X