Im Frühjahr beginnt im Garten eine der wichtigsten Phasen des Jahres. In dieser Zeit stehen vor allem Aufräumarbeiten, die Vorbereitung des Bodens und das Setzen erster robuster Pflanzen im Mittelpunkt. Damit wird die Grundlage für einen pflegeleichten und ertragreichen Garten im Sommer geschaffen.
Aufräumen und
vorbereiten
Sobald der Boden frostfrei und nicht mehr zu nass ist, können die ersten Maßnahmen erfolgen. Beete werden von Laub, altem Pflanzenmaterial und Unkraut befreit. Dies sorgt nicht nur für Ordnung, sondern reduziert auch das Risiko von Krankheiten und Schädlingsbefall.
Im nächsten Schritt wird der Boden gelockert und mit Kompost angereichert. Dadurch verbessern sich Bodenstruktur und Nährstoffversorgung. Bei Bedarf empfiehlt sich zudem die Prüfung des pH-Werts und der vorhandenen Nährstoffe.
Auch der Rasen benötigt jetzt Pflege. Erste Mäharbeiten sind sinnvoll, während das Vertikutieren nur bei geeigneter Witterung und ausreichend trockenem Boden durchgeführt werden sollte.
Zusätzlich kann der Kompost umgesetzt und vorhandener Mulch oder Winterschutz schrittweise entfernt werden. Stauden werden zurückgeschnitten, abgestorbene oder kranke Pflanzenteile entfernt und bei Bedarf geteilt.
Darüber hinaus werden Gartengeräte, Bewässerungssysteme und Gartenmöbel überprüft und instand gesetzt, sodass später alles einsatzbereit ist.
Im Frühjahr ist bereits die Aussaat zahlreicher Pflanzen möglich. Frühgemüse wie Spinat, Radieschen, Erbsen oder Brokkoli kann – abhängig von Wetter und Bodenbeschaffenheit – ins Beet gebracht werden.
Robuste Kräuter und verschiedene Gemüsearten eignen sich für die Aussaat im März oder April, entweder direkt ins Freiland oder zur Vorzucht. Empfindlichere Pflanzen verbleiben zunächst unter Schutz.
Zwiebel- und Frühblüher sowie Sommerblüher wie Dahlien oder Gladiolen können jetzt vorbereitet oder bestellt werden, sofern die Temperaturen im Freien noch zu niedrig sind.
Auch immergrüne und sommergrüne Gehölze, Stauden und Ziergräser zählen im Frühjahr zu geeigneten Kandidaten für Neupflanzungen.
Den Garten fit für den
Sommer machen
Neben den Pflanzarbeiten gewinnt auch die Vorbereitung auf die Sommermonate an Bedeutung.
Rankhilfen, Pflanzstäbe und Spaliere werden frühzeitig angebracht, bevor das Wachstum der Kletterpflanzen einsetzt.
Eine durchdachte Bewässerung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Planung oder Installation eines Systems erleichtert die Versorgung der Pflanzen während trockener Perioden.
Empfindliche Aussaaten und Jungpflanzen werden bei möglichen Kälteeinbrüchen mit Vlies oder ähnlichen Materialien geschützt. Gleichzeitig erfolgt die Vorzucht wärmeliebender Sommerpflanzen und Blumen, damit diese später kräftig ausgepflanzt werden können.Ein frühzeitiger Schnecken- und Schädlingsschutz ist ebenfalls sinnvoll, da junge Triebe im Frühjahr besonders anfällig sind.
Die richtige
Reihenfolge
Eine strukturierte Abfolge der Arbeiten erleichtert die Gartenpflege:
• Aufräumen und Abwarten geeigneter Bodenverhältnisse (frostfrei und nicht zu nass).
• Boden lockern, düngen und Kompost einarbeiten.
Frühe Aussaaten durchführen und robuste Pflanzen setzen.
• Sommerpflanzen vorziehen und die Infrastruktur für Wachstum und Hitze vorbereiten.
Mit dieser Vorgehensweise entstehen optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gartensaison und einen ertragreichen Garten im Sommer – damit die Arbeit im Garten eine dauerhafte Freude bleibt.