Jetzt ist die Zeit der Planung, Pflanzung, Aussaat und Vorbereitung für die neue Gartensaison. Die Balkonkästen und Terrassenkübel werden aus dem Winterlager geräumt, im Gewächshaus oder Wintergarten die Beete vorbereitet. Pflanzerde wird besorgt, um die Gefäße neu zu füllen.
Der Boden ist die Basis
Der Boden, die Profis sprechen vom Substrat, ist nicht nur das Medium, in dem die Pflanzen wurzeln, sondern er ist auch die Quelle für deren Ernährung und Wasserversorgung. Gute Pflanzerde zeichnet sich durch eine hohe Strukturstabilität aus, damit das Substrat nicht zusammensackt und die Wurzeln sich dauerhaft gut verankern können. Ausreichendes Porenvolumen sorgt dafür, dass Gießwasser gespeichert werden kann, dabei wird Staunässe im Wurzelbereich verhindert und die Sauerstoffversorgung der Wurzeln gesichert. Für eine gute Nährstoffspeicherung ist ein hoher Anteil an Humus oder organischer Substanz das wichtigste Qualitätsmerkmal. Ron Richter, Geschäftsführer der klimafarmer GmbH aus Nierstein bei Mainz, empfiehlt Gartenbesitzenden: „Eigener Kompost ist natürlich perfekt, aber man kann im Fachhandel auch Komposterden kaufen. In jedem Fall empfehle ich, auf Torf zu verzichten. Denn Torf gehört ins Moor und nicht in Pflanzgefäße oder Beete!“
Die Zukunft ist torffrei
Immer mehr Substrathersteller ersetzen in ihren Erdmischungen Torf durch nachwachsende oder regionale Rohstoffe wie Kompost, Holzfasern oder Rindenhumus – das geschieht nicht zuletzt durch politischen Druck. Unter der Überschrift „Torffrei gärtnern, Klima schützen“ fördert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Alternativen zu torfhaltiger Blumenerde im Hobbygartenbau. Der Hintergrund: Torffreie Substrate schützen Moore und damit wertvolle CO2-Speicher, jede torffreie Blumenerde hilft, diesen Speicher zu erhalten. Wer seinen Pflanzen etwas Gutes tun will, setzt auf die Kombination von torffreien Substraten mit Klimakohle, auch als Pflanzenkohle bekannt. Die Pflanzenkohle wirkt wie ein Schwamm: Sie speichert Wasser und Nährstoffe und gibt sie langsam an die Wurzeln ab – ideal für heiße Sommer und wechselhafte Wetterlagen. Das Resultat: kräftige Pflanzen, weniger Gießaufwand und gesundes Wachstum das ganze Jahr.klimafarmer