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Umweltzonen in Europas Städten

von Redaktion

Das sollte man vor dem nächsten Roadtrip wissen

Europa entdecken – das klingt nach Freiheit, Kultur und traumhaften Landschaften. Doch ebenso wie sich Straßenregeln pro Land unterscheiden, gelten auch verschiedene Bedingungen zum Thema Umweltzonen. Gerade Städte setzen zunehmend auf saubere Luft und haben spezielle Regelungen für Fahrzeuge eingeführt. Hier gibt Mietwagen-Anbieter Sunny Cars einen Überblick, was wichtig ist, damit Reisende nicht in teure Fallen tappen.

Die Länderliste:

• Belgien: In Belgien gibt es etwa in Antwerpen, Brüssel und Gent Low-Emission-Zones (LEZ), die vor allem ältere Fahrzeuge mit hohen Emissionswerten betreffen und sich nach der Euro-Norm der Autos richten. Doch auch wenn die Abgas-Normen erfüllt sind, ist für ausländische Kennzeichen vorab eine kostenfreie Registrierung nötig. Die Einhaltung wird kamerabasiert kontrolliert. Bei Verstößen oder fehlender Regis­trierung drohen Bußen.

• Frankreich: Frankreich weist in allen Städten mit über 150.000 Einwohnern Umweltzonen aus. Wer im Urlaub in eine dieser Zonen fahren möchte, benötigt eine Umweltplakette namens Crit‘Air-Vignette. Je nach Einstufung des Fahrzeugs entscheidet sich, welche Klassifizierungsstufe das Auto von eins bis fünf erhält. In den Pariser Umweltzonen beispielsweise haben nur Autos mit der Plakette eins und zwei eine Fahrerlaubnis.

• Italien: In Italien gehen die sogenannten ZTL-Zonen (Zona a Traffico Limitato) noch einen Schritt weiter. Diese verkehrsbeschränkten Bereiche, die häufig in historischen Innenstädten wie Rom oder Pisa zu finden sind, untersagen Autoverkehr gänzlich. Und Achtung: Eher unscheinbare Schilder weisen auf die ZTL hin. Da sie kameraüberwacht sind, winkt schnell eine dicke Strafe. Für eine Ausnahmeregelung, etwa wenn in dem Bereich das Hotel liegt, muss vorab über das Hotel eine Erlaubnis angefragt werden.

• Niederlande: Die niederländischen „milieuzones“ gibt es in Amsterdam, Arnhem, Den Haag und Utrecht. Sie betreffen alle reinen Diesel-Fahrzeuge, andere Antriebe dürfen grundsätzlich einfahren.

• Spanien: In Spanien gelten je nach Stadt die Zufahrtsregeln der ZBE (Zonas de Bajas Emisiones), insbesondere für stark befahrene Innenstädte. Häufig kommt auch das Umweltlabel der DGT (Dirección General de Tráfico) zum Einsatz, die Fahrzeuge je nach Emissionsausstoß in vier Gruppen einteilt. Kontrollen erfolgen auch hier über Kameras. Details zu Zeiten, Ausnahmen und Bußgeldern legt die jeweilige Kommune fest.

Das kostet ein Verstoß:

Wer gegen die Regeln verstößt, zahlt Strafe – in Frankreich beispielsweise je nach Fahrzeugart und Umweltzone zwischen 68 und 375 Euro. In Italien werden unerlaubte Fahrten in eine ZTL in der Regel mit rund 83 bis 332 Euro geahndet, während in Spanien viele Städte für die unberechtigte Einfahrt in eine ZBE oft etwa 200 Euro ansetzen.

Was sollte man in Sachen Umweltzone beachten, wenn man mit dem Mietwagen losdüst? Die gute Nachricht: Die meisten Anbieter statten ihre Fahrzeuge bereits mit der passenden Umweltplakette aus, sodass für Mieter in der Regel keine zusätzlichen Kosten entstehen. Trotzdem lohnt es sich, vor der Abholung nachzufragen. Die Tipps:

• Sich über mögliche Umweltzonen in der Urlaubsregion informieren

• App oder Karte mit aktuellen Zonen herunterladen

• Vor der Abholung nachfragen, ob der Mietwagen die passende Plakette hat

• Alternativstrecken für Ausflüge planen

• Alle Fahrzeugunterlagen griffbereit haben für mögliche Kontrollen. JA.

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