Alles neu beim Neo

von Redaktion

Volkswagen hat seinen kompakten Stromer rundum überarbeitet

VW wertet sein kompaktes Elektroauto auf und benennt es ID.3 Neo. Ein neues Design, ein modernisierter Innenraum, mehr Reichweite durch effizientere Antriebe sind die markantesten Neuerungen.

Der erste Eindruck: Das Auto lächelt. Dafür sorgt eine beleuchtete Querspange, die wirkt, wie nach oben gebogenen Lippen zwischen den schmaler gewordenen Augen, respektive Scheinwerfern. In der Mitte das leuchtende Markensymbol und Sicken in der Haube darüber wie zwinkernde Brauen. So etwas wie ein Gesicht. Der Käfer lässt grüßen.

Das war durchaus Absicht. „Wir hatten ein bisschen was vom Kern von VW verloren“, räumt Vertriebsvorstand Martin Sander ein.

Öffnet man die Tür des ID.3 Neo, sieht man am Lenkrad und an der Mittelkonsole echte Knöpfe und Schalter, die gedrückt werden wollen – nicht mehr nur berührt.

„True Volkswagen“ – der wahre Volkswagen – hieß die Veranstaltung, auf der der Neo vorgestellt wurde. Viele Details deuten die Richtung an, die die Wolfsburger Modellpolitik quer durch ihre Elektro-Baureihen einschlagen will. In erster Linie mit intuitiver Bedienung und klarer Formensprache.

Viele Features gibt es nicht erst in den teureren Versionen. Sprachsteuerung und Klimaautomatik sind im ID.3 Neo bereits in der Basis-Linie „Trend“ serienmäßig. Zu den Ausstattungen, die man zusätzlich ordern kann, gehört der Connected Travel Assist, der erstmals auch Schwarmdaten auswertet und beispielsweise an einer roten Ampel selbstständig stoppen kann. Nur bei einem bleibt’s vorerst zumindest bei diesem Modell: die Bezeichnung mit Ziffern. Einen ID.Golf wird es auf absehbare Zeit noch nicht geben.

Auch am Grundkonzept mit Heckantrieb ändert sich nichts. Allerdings ist der neue Antrieb in allen Leistungsstufen deutlich effizienter als bisher. Die Basismotorisierung mit 170 PS ist mit einer 50-kWh-Batterie gut für 417 Kilometer Reichweite. Die größere Kombination mit 190 PS und 58 kWh reicht für 494 Kilometer. Die Spitzenmotorisierung (231 PS und 79 kWh) ermöglicht im Idealfall 630 Kilometer ohne Ladestopp. Der Verbrauch liegt also deutlich unter den bisherigen Modellen. Preise nennt Volkswagen noch nicht. Zu erwarten ist, dass der ID.3 Neo deutlich oberhalb der 33.300 Euro starten wird, die für die bisherige Einstiegsvariante auf der Liste stehen. MARTIN PREM

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